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	<title>Gastbeitrag &#8211; Stromkastenkunst</title>
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	<description>Der Blog für Journalismus, Bücher und Stromkästen</description>
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	<title>Gastbeitrag &#8211; Stromkastenkunst</title>
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		<title>Auferstandene Nächte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie Wiegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 May 2024 15:15:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
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					<description><![CDATA[von Patrick Schön Wir mühten uns schwankend die enge Treppe zu Bens Apartment hinauf; die Hände fest am Geländer. Wir versuchten leise zu sein, denn er wollte seine Nachbarn nicht verärgern, und als wir an seiner Wohnungstür angekommen waren, beleuchtete ich für ihn das Schlüsselloch mit dem Handy. „Scheiße, wenn ich erstmal pissen war, dann [&#8230;]]]></description>
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<p>von <a href="https://powerboxart.de/nachtschatten">Patrick Schön</a></p>



<p></p>



<p>Wir mühten uns schwankend die enge Treppe zu Bens Apartment hinauf; die Hände fest am Geländer. Wir versuchten leise zu sein, denn er wollte seine Nachbarn nicht verärgern, und als wir an seiner Wohnungstür angekommen waren, beleuchtete ich für ihn das Schlüsselloch mit dem Handy. „Scheiße, wenn ich erstmal pissen war, dann schaue ich mal, was ich noch so im Kühlschrank hab.“ Ben und ich hatten uns auf der Kerwe gut betrunken und es war bereits weit nach zwölf, als wir uns in der Küche an den Tresen lehnten und brüderlich eine durchgemischte Fressplatte mit allem zusammenstellten, was seine Vorräte so hergaben. „Ich hab auch noch etwas Bier.“</p>



<p>„Ja, gib her.“</p>



<p>„Scheiße, ich werde morgen den Kater meines Lebens haben.“ Wir stießen lautstark an und machten uns danach über die Häppchen her. „Das sind die Gurken, von denen ich dir erzählt hab. Eingelegt in irgendeinen Sirup mit Raucharoma, keine Ahnung, sind ein bisschen scharf, aber einfach geil.“</p>



<p>„Hui, bisschen scharf ist gut.“</p>



<p>„Stell dich nicht so an.“</p>



<p>„Ajo, halt doch erstmal die Schnauze und gib mal den Ketschup her.“ Ben lachte sich eins ins Fäustchen und machte im Wohnzimmer den Fernseher an. Wir konnten von der offenen Küche aus die Zusammenfassung der Samstagspiele sehen. „Meine Fresse, hast du eigentlich diese Scheiße mit den Hooligans mitbekommen, die das halbe Stadium abgefackelt haben?“</p>



<p>„Ich frag mich echt manchmal, wie abgefuckt muss man sein, um sowas abzuziehen.“</p>



<p>„Nur halb so abgefuckt wie diejenigen, die dich aus der Kloschlüssel zusammen gekratzt und großgezogen haben.“ Ich warf ihm eine Gurkenscheibe an den Kopf und er vergalt es mir mit einer Tomate. Ich deutete an, ihm eine Ohrfeige zu verpassen, und er ging zuckend in Deckung, danach lachten wir über eine Zeitlupe im Fernsehen: „Als hätt er sich eingeschissen.“</p>



<p>„So wie der den geköpft hat, hat er das auch.“ Wir zogen Grimassen und tranken unser Bier aus. Ben ging an den Kühlschrank, um noch zwei Dosen zu holen, als ihm die Senftube aus der Tür auf den Boden fiel. „Alter, warum gibt es eigentlich kein Getränk mit Senfgeschmack?“</p>



<p>„Warum sitzt du nicht mit ‘ner Zwangsjacke in der Gummizelle?“</p>



<p>„Warum liegt hier Stroh?“ konterte er gleich und warf mir eine der Dosen zu, die ich mit ganzem Körpereinsatz fing.</p>



<p>Die Sportnachrichten waren vorbei und der Sprecher begann von Afghanistan oder Irak zu sprechen, also schaltete Ben auf einen Musiksender. Zurück an der Theke&nbsp; leerten wir die Fressplatte und hoben angestrengt die geworfenen Gurken und Tomaten auf.&nbsp; „Ohne Scheiß“, setzte ich an, „hast du die Jill noch erkannt?“</p>



<p>„Ey, als ob ich noch Leute aus der Grundschule kennen würde.“</p>



<p>„Ja, die hat bei mir in der Nachbarschaft gewohnt, aber ich hätt sie nicht mehr erkannt.“</p>



<p>„Ja, ich hass das, wenn Leute einen von früher noch kennen und ich selbst keinen Schimmer hab, wer die Pisser noch sind.“</p>



<p>„Ja, in dem Sinne haste ihr auch die Antwort an den Kopf geworfen.“</p>



<p>„Sorry, Mann. Hab nicht mal unhöflich sein wollen, aber du kannst nicht ‘nen Besoffenen anlabern und erwarten, dass ich mich noch an den Scheißknigge halte.“</p>



<p>„Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaub du hättest Chancen bei ihr gehabt.“</p>



<p>„Scheiß auf die“, gab er genervt zurück. „Ich mag’s einfach nicht dumm angelabert zu werden und den Leuten alles aus der Nase ziehen zu müssen und außerdem bin ich auf der Kerwe nicht grad auf Brautschau.“</p>



<p>Ich räumte den leeren Teller in die Spüle und überlegte, ob ich hier auf dem Sofa schlafen sollte oder den Heimweg antrat. Der Fußmarsch zu ihm durch die Kälte hatte mir zunächst gut getan, der Alkoholrausch schien aber nun noch stärker zurückzukehren. „Ich find trotzdem, du warst gemein zu ihr. Immerhin wollte sie nur kurz Hallo sagen.“</p>



<p>„Ja, ja, lass jetzt gut sein.“ Wir ließen uns im Wohnzimmer nieder. „Kennst du noch Sascha aus der Scholl-Schule?“ fragte er mich.</p>



<p>„Der, der immer mit Aron und dem anderen abgehängt hat?“</p>



<p>„Ne, der andere.“</p>



<p>„Keine Ahnung im Moment.“</p>



<p>„Na, is‘ ja auch egal. Der kleine Wichser ist mir letztens im Rewe über den Weg gelaufen und hat auch gleich angefangen von wegen Klassentreffen oder wie krass es doch wäre, dass sich alle so übelst aus den Augen verloren hätten oder sonstwas. Haben die alle kein Leben, dass sie der Schulzeit so viel Bedeutung beimessen?“</p>



<p>„Keine Ahnung.“</p>



<p>„Sorry, aber ich brauch das nicht, und dann textet der mir auch noch auf Insta, um den Kontakt nicht zu verlieren. Scheiße.“</p>



<p>„Hast du geantwortet?“</p>



<p>„Schon, natürlich. Sascha war immer in Ordnung, aber im Moment – keine Ahnung. Ich hab den Eindruck, dass er ein bisschen einsam ist.“</p>



<p>„Scheiße, die Sorte kenn ich. Texten einen immer zu was man am Wochenende vorhat und ständig musst ich mir neue Ausreden einfallen lassen.“</p>



<p>„Bei Sascha?“</p>



<p>„Nee, der Erik. Ab und zu konnt man gut mit dem abhängen, aber der war doch sehr anhänglich und grundsätzlich doch ein richtiger Hurensohn, so wie der von anderen Leuten denkt und redet.“</p>



<p>„Alter“, sagte er kopfschüttelnd. „Lass doch gut sein. Beschwer dich nicht darüber, wie ich mit der vorhin auf der Kerwe geredet hab, wenn du jetzt so hier über den Erik herziehst, wo er sich nicht mal mehr wehren kann.“</p>



<p>„Sorry, war nicht so gemeint.“</p>



<p>„Ach, Scheiße, hör mir doch auf.“ Er leerte sein Bier und ging ins Badezimmer. Als er zurück kam, murmelte er immer noch vor sich hin. „Was haste denn jetzt auf einmal?“ Ben stand am Kühlschrank, holte sich noch ein Bier und blieb dann am Tresen stehen. „Du weißt schon, dass der Erik letzten Sommer auf der Wegscheide verunglückt ist?“</p>



<p>„Was?“&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p>„Haste das nicht gewusst?“</p>



<p>„Wovon redest du?“</p>



<p>„Erik ist tot. Ist mit dem Auto von der Straße gekommen und hat sich überschlagen. Die haben ihn zwar ins Krankenhaus gebracht, aber der war da schon tot.“ Ich war erschrocken und hätte fast die Bierdose fallen gelassen; es traf mich wie ein Schlag in Magen und Gesicht. „Ich hatte ja keine Ahnung“, stammelte ich.</p>



<p>„Tut mir leid“, sagte Ben und kehrte zum Sofa zurück. „Ich dachte, du wüsstest das alles schon. Gut“, fügte er mit einem verständnisvollen oder ironischen Ton hinzu, „ich dachte auch, ihr wärt gute Freunde gewesen. Wusste nicht, wie das wirklich war.“ Seine Worte schnürten mir den Hals zu und ich rang nach Luft; nahezu nüchtern stolperte ich zum Balkon und riss die Tür auf. </p>



<p>Draußen ohrfeigte mich die kühle Oktoberluft und sie schnitt sich brennend in meine Lunge. Benommen von Schuldgefühlen und dem Alkohol umklammerte ich das Geländer, noch immer sinnfreie Entschuldigungen vor mich her murmelnd. Ben war aufgestanden, um nach mir zu sehen. „Tut mir leid“, wiederholte er sich. „Ich dachte wirklich, du wüsstest das.“</p>



<p>„Nein, ich hatte keine Ahnung.“</p>



<p>„Na, gut. Das erklärt auch deine Ausdrucksweise. Ich mein, ich war auch kein Freund von ihm, aber über Tote und so spricht man ja nicht schlecht.“</p>



<p>„Ja, tut mir leid.“</p>



<p>„Nee, nee, alles gut bei mir. Ich dachte bloß kurz, du wärst – nee, alles gut. Komm rein und trink etwas Wasser.“</p>



<p>„Weißt du, ich hab die Besuche immer vor mir hergeschoben.“</p>



<p>„Ja, klar. Ich kenn das.“</p>



<p>„Autounfall, sagst du?“</p>



<p>„Ja, an der Wegscheide. Da kracht es immer wieder mal.“</p>



<p>„Fuck. Scheiße.“</p>



<p>„Jetzt komm wieder rein und trink etwas Wasser.“ Ich machte mich wenig später auf den Heimweg. Ich konnte nicht glauben, dass ich Eriks Nachrichten schon so lange ignoriert hatte. Ich war einfach davon ausgegangen, dass er es zum Schluss einfach aufgegeben hatte, andere – bessere Freunde gefunden hatte und irgendwie war ich froh darüber gewesen nicht mehr von ihm zu hören. </p>



<p>Gelegentlich hatte ich sogar mit dem Gedanken gespielt ihn mal wieder zu besuchen, dieses Vorhaben aber wieder verworfen, weil er mir sicherlich indirekt Vorwürfe gemacht haben würde, dass ich mich so lange nicht bei ihm gemeldet hatte.</p>



<p>Als ich mich von Ben verabschiedete, glaubte ich in seinem Blick einen Ausdruck gesehen zu haben, den er mir gegenüber noch nie aufgelegt hatte. Er sah direkt durch mich hindurch, dann in mich hinein und dann vorbei. „Mach’s gut und komm gut heim“, hatte es geheißen. Aber was bedeuten diese Floskeln schon, wenn man sie jedem hinterher ruft, nur um höflich zu sein, und was bedeutet Höflichkeit, wenn sie nur als Ausrede dient, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden.</p>



<p>Ein vorbei fahrendes Auto voller feiernder Kerwebesucher riss mich kurzfristig aus meinen Gedanken. Es hielt einige Meter vor mir und der Beifahrer riss die Tür auf und übergab sich kniend auf dem Bürgersteig. Aus dem Wagen kamen Gelächter und sorgenvolle Fragen nach seinem Wohlbefinden. Eine junge Frau stieg ebenfalls aus dem Wagen und kam zu ihm. „Hey, wird schon wieder alles gut“, vergewisserte sie ihm. „Ich mach dir daheim erstmal was zu essen und dann kannst du die Übelkeit wegpennen.“ Sie half ihm auf und zurück in den Wagen. </p>



<p>Bevor sie selbst einstieg, sah sie mich, sie war auch angetrunken und gestikulierte, als sie mich ansprach: „Tut mir echt leid. Sie wohnen doch nicht hier, oder?“ Für einen Moment dachte ich, ich würde sie kennen. Die Beifahrertür ging wieder auf und der angeschlagene Kerl trat wieder aus dem Wagen. Er versuchte etwas zu seiner Verteidigung zu sagen, stürzte aber gleich wieder auf die Knie und spie krampfhaft Galle aus. Ich schüttelte sachte den Kopf. „Nein“, antworte ich. „Ich wohne hier nicht und kenne die Leute auch nicht.“ Dann ging ich weiter.</p>
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		<title>Leseprobe: The lies we never tell (English Version)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie Wiegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Sep 2023 19:36:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
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					<description><![CDATA[von Fiona Drechsler Prologue I NEVER THOUGHT I’d make it to 18. I was sure I’d be dead before then. And still, here I was. 17 years old. It didn’t even occur to me at first. I didn’t even realize I had almost outlived my self-set life expectancy. But I did. Only eleven more days [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>von Fiona Drechsler</p>



<h3 class="wp-block-heading">Prologue</h3>



<p>I NEVER THOUGHT I’d make it to 18. I was sure I’d be dead before then. And still, here I was. 17 years old. It didn’t even occur to me at first. I didn’t even realize I had almost outlived my self-set life expectancy. But I did. Only eleven more days to get there. That was something to be happy about, right?</p>



<p>But now I had to go through with all the plans I had half-heartedly made in the past years, months and weeks. Traveling was one of the big ones. Going to college, having my own place. Sometimes these didn’t seem enough. That’s when Lexi would tell me I needed more specific goals. Plans even.</p>



<p>So I made a list.</p>



<p>And I secretly titled it <em>Don’t kill yourself until you did…</em></p>



<ol class="wp-block-list" type="1">
<li>See the Eifel Tower</li>



<li>Spend a night at the beach</li>



<li>Take a Modern Dance class at London</li>
</ol>



<p>Dance Academy</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Watch all seasons of ‘Friends’</li>



<li>Dance in a Musical</li>
</ul>



<p>When my teachers asked me what I was going to do the summer after graduation and I told them I’d go see Paris, Spain, London and New York, they told me to lower my standards. But I liked my list. Made me excited for the future.</p>



<p>And that’s all it was supposed to do.<br></p>



<h3 class="wp-block-heading">Chapter 1</h3>



<p><em>Somewhere in the multiverse, I am a mentally stable person. This isn’t the one.</em></p>



<p>FOR NOW, I was still stuck in school, with graduation just a few months away. And I wasn’t doing too bad. I also wasn’t too great either. The bruises on my left forearm still hadn’t disappeared, so I wore an oversized jumper in the middle of June, pulling up the one sleeve where the skin underneath looked normal. I made up for it with shorts that almost disappeared under the jumper’s hem. Just a normal girl. Just a fucking normal girl.</p>



<p>I had this habit. Not a good habit. A very bad one. Pushing my nails into my skin somehow seemed to be the only way to make my thoughts quieter. And my thoughts were loud. Crazy and loud. And I couldn’t stop them.</p>



<p>That morning, my parents had already left. On mornings like this, I was glad and horrified at the same time that my boyfriend picked me up. Glad because I didn’t have to talk to anyone else, horrified because I had to talk to him. Someone who would listen to what I said.</p>



<p>Vic’s car was my second favorite place in the world, though between his gym shoes and my dance bag the smell wasn’t always the most pleasant.</p>



<p>After throwing my bags in the back seat, I hopped in next to Vic. When I kissed him, I could feel time stopping. It could’ve gone on for minutes if I wasn’t so anxious about being late to school.</p>



<p>“Do you have your essay?” he asked while pulling onto the street.</p>



<p>“Yeah, finished it at like midnight,” I replied, yawning loudly.&nbsp; “Can I leave my dance bag in your car today?”</p>



<p>Sometimes his basketball practice took so long that we didn’t see each other before I needed to get going. Lately more often than not.</p>



<p>“Sure, I think I can even drop you off at dance today.” He slipped me a quick smile before returning his eyes to the road.</p>



<p>“Owww, how can I thank you for that?” I put my hand on his leg and he smiled.</p>



<p>“I’m sure we’ll figure something out.”</p>



<p>THE FLIRTING HELPED my anxiety. I didn’t know how it worked exactly. But it did, and I felt like I should be grateful to have someone like Vic who didn’t question my weird moods. Like how I went from not texting back for two days to bubbly and excited about everything within minutes.</p>



<p>School was okay. When there wasn’t anything too stressful, it didn’t really change my mental state. Like awful tests or presentations. Or teachers who felt like calling on people who didn’t raise their hands was a great idea.</p>



<p>This day was uneventful. In retrospect, I should’ve been thankful for that. If I’d known what would happen later that day, I probably would have been.</p>



<p>Honestly, the most stressful time was lunchbreak, when there were just too many people confined in a small space, and no one there to tell them to shut up. It was so loud! Too loud. I seriously contemplated excusing myself and spending my break in the fourth-floor bathroom, which was so far from here, it was empty during lunch. Don’t ask me how I knew that.</p>



<p>It wasn’t realistic though. I sat at a table in the middle of the cafeteria (the location alone gave me anxiety), and I would most likely bump into at least one other student when trying to get up, which would quite possibly turn me into a shivering mess.</p>



<p>Most of <em>my</em> friends had been talking about tonight’s party all week. On the other side, Vic, who had his leg pressed against mine, was talking to his friends about the upcoming basketball game. Both of which did not interest me very much right now.</p>



<p>So, while drinking some coffee and taking occasional bites from my lunch, I texted Lexi. She didn’t go to this school but was my best friend, nonetheless. Of course she was coming to the party tonight and before that we would see each other at dance, yet, texting her never got boring. Plus, it calmed my nerves to pretend to be someplace else.</p>



<p>“Earth to Jen. You there?” Ellie shouted from across the table. She was waving her hand as close to my face as possible without dipping her arm into the food in front of her, and I was almost sure she hadn’t said my name for the first time. When I lifted my head, the girls around giggled.</p>



<p>Nervously, I tucked at the sleeves of my jumper. “Huh?”</p>



<p>What followed were a series of questions about the party tonight. Not like we went to parties probably every other week! Still, they asked what I was going to wear every time. This time, it was precisely the moment I realized I couldn’t wear the short dress I usually would. Because it exposed my arms. And I wouldn’t get away with a hoodie twice in one day.</p>



<p>“I have this new crop top,” I told Nana’s piercing eyes. By the Dance Gods! How could she look so intense when asking about clothes? “It has this insane neckline. I don’t think my parents would let me wear it anywhere.”</p>



<p>“Good thing they don’t check.”</p>



<p>“They probably aren’t even home tonight,” I shrugged. If I just kept talking about unimportant stuff long enough, none of them would get to ask serious questions.</p>



<p>Nana laughed. “Oh, so I guess we’ll have to expect you two love birds to leave early.” She winked, and the other girls burst out in laughter.</p>



<p>Of the things they knew about Vic’s and my relationship, the fact that we haven’t had sex that much anymore wasn’t one of them. And maybe ‘love birds’ also wasn’t the first thing I would use to describe what was going on between us.</p>



<p>Though, if it gave me a reason to leave the party, I’d take it. It was much more fun to spend the night driving around anyway.</p>



<p>Before Nana could open her mouth again, I cut in. “What about you?”</p>



<p>“About… my sex life or my outfit?”</p>



<p>It wasn’t that funny. But I laughed anyway. “Both?” I had meant her outfit but if I could get Nana to talk until next lesson started, I would.</p>



<p>When she started going on and on about the guys she could be screwing tonight, I zoned out. My phone vibrated with a new message from Lexi.</p>



<p>Lexi</p>



<p>Just finished school…</p>



<p>Lexi</p>



<p>You’re gonna get ready at</p>



<p>my house tonight?</p>



<p>When Nana wasn’t looking – which was basically 80% of the time – I tapped my response into the phone in my lap.</p>



<p class="has-text-align-right">Me</p>



<p class="has-text-align-right">Totally! I’m gonna borrow</p>



<p class="has-text-align-right">your green top!</p>



<p>It took her just about two seconds to answer.</p>



<p>Lexi</p>



<p>Obviously;)</p>



<p>AFTER I THREW my school bag in the back seat of Victor’s car, I let myself drop in the passenger seat. And off we went. I loved being there. Mainly because it meant Victor and I were alone. I liked being alone with Vic. The other reason was that driving in a car always made me feel like I was free, like I could go anywhere and do anything without my parents or teachers telling me what to do or what not to do. It was momentous!</p>



<p>And with Vic I never felt like I had to be somebody else than just me. He was one of the few people I could be my true self with. If I had known how the day would end, maybe I wouldn&#8217;t have gotten into the car with him. But how? How would I have known?</p>



<p>Maybe that&#8217;s why we make mistakes sometimes. Because we don’t know better. Because we think nothing bad is going to happen. Because we think the world – our world – would never just fall apart like this. But it does. And it will.</p>



<p>But we’re not at that part yet. First, I had to get to dance class. Victor didn&#8217;t even pull into a parking space to drop me off. He knew I was already late, and with the quickest kiss and<em> See you later</em> I jumped out of his car.</p>



<p>Then I rushed into the changing room. Most of the girls I had class with were already there. Lexi too. Well, Lexi was never late. She also didn&#8217;t go to school like I did. Like most of us did. She was home schooled. Once she told me she didn&#8217;t like it very much. But when I complained about all the tests and exams I had to do and the mean teachers I had to listen to, she realized it wasn&#8217;t that bad. That her teachers being her mom and two other tutors was actually an advantage. Her classmates were her four siblings, and they weren’t too bad. Being home schooled also meant that she had a schedule much more flexible than mine. She finished her schoolwork most days within four hours, and then she could practice before getting to the dance studio with a lot of time to spare. Our dance teachers loved her. Why wouldn&#8217;t they? She was always on time and polite, and she was one of the most talented girls there were.</p>



<p>“Have you heard back from any of the dance programs yet?” Lexi whispered to me as we entered the dance studio. We weren&#8217;t supposed to talk or ‘chatter’ as Miss Burke called it, when in Ballet class. It was bad manners, she always said. And she didn’t allow bad manners.</p>



<p>Luckily, class hadn’t started just yet, even though our teacher didn’t look very relaxed. I didn’t allow myself more than a whisper. “You know you’d be the first to know.”</p>



<p>Since graduation was just around the corner, Lexi and I had applied to a few programs together. Because dance was not just a hobby. It was life. “Why? Have you?” I asked her. There was a reason she had brought it up, and Lexi’s silence only confirmed it. “Wait, have you? Have you?”</p>



<p>She grinned like she just got her favorite protein bar.</p>



<p>Catching Miss Burkes’ strict glance, she quickly and quietly replied “Later.”</p>



<p>“You’re evil,” I told her. She was. For baiting me, and then not telling me. But there was no way to ask her now. Miss Burkes was starting class.</p>



<p>After Ballet we had Jazz, and after that Hip Hop. I loved dance so much, it always got me out of my head. On this day though, it wasn’t quite as easy to banish all other thoughts from my brain. I was way too focussed on not taking my long-sleeved dance shirt off, because it would have meant people seeing the fresh cuts and bruises. And even though these people were more my family than my blood family would ever be, I didn’t trust everyone to handle it well.</p>



<p>WE HADN’T EVEN bothered to change out of your dance clothes, when we left the studio. “There are some snacks in the bag, and we have some chicken at home,” Lexi’s Mom said when she started the car. Like always, Lex and I had huddled in the back seat.</p>



<p>“Merci maman,” Lexi replied and offered me the first Twix bar.</p>



<p>We were already late before we’d even made our first stop. Not unusual. Still hurried to get to the party. Lexi held the car door wide open as I sprinted out to my house to get my clothes.</p>



<p>We drove to Lexi’s house where I showered while she changed. At least that’s what I thought she did, but when I came back to her room, she was still wrapped in a towel.</p>



<p>“I hate to put on clothes when I’m still wet,” she explained after I shot her a confused look.</p>



<p>“That’s usually what towels are for,” I countered.</p>



<p>Which was when she threw a pair of socks at me. “I know, but…”</p>



<p>“You don’t know what to wear.”</p>



<p>“Yeah… well, not everyone can have a designated party outfit.” It was the moment her eyes flicked to my exposed forearms. To where the hot water of the shower had stung in my bruises, making them stick out even redder against my pale skin. “Are you okay?”</p>



<p>I didn’t lie to Lexi. I would have said something like <em>Never been better</em> if I did. But my response of “I’m okay” technically wasn’t a lie. When I was with her, I was more than okay.</p>



<p>“You know that if you need to talk, you can talk to me, right?” I did. This wasn’t the first time she’d offered. “So, do you need to talk?” Her voice was soft and kind. As if I could break at any moment if she spoke too loudly.</p>



<p>“I know… thanks. But I need the distraction of a nice night out right now.”</p>



<p>“Alright… Now tell me what to wear.”</p>



<p>“Yes, sir.” I saluted mockingly and made my way to her wardrobe. She’d already pulled out some pieces that were now discarded on a pile on the floor but there were so many more clothes still untouched. “Red? You look great in red.”</p>



<p>There was this red top she’d worn to her birthday party at the beginning of the year, and it fit her perfectly.</p>



<p>“Sure? Isn’t it too much for a party? Too attention-seeking?”</p>



<p>“I think it’s perfect,” I answered instantly and waited for her to put it on.</p>



<p>While both of us got dressed, and our hair and faces done, I asked her about one of my personal horror topics: the future. Weirdly enough, Lexi was the only one I wanted to talk to about it, while she was also the only one who didn’t bug me with it.</p>



<p>“Where do you want to go first after graduation?”</p>



<p>“To whatever dance program I’m doing.” That was quick. But also predictable. Lexi knew what she wanted. I, on the other hand, didn’t. “Where do you want to go first? London? Paris? New York?”</p>



<p>“Wherever you’re going,” I answered honestly. There was no place I wanted to go to. There was no place I allowed myself to want to go to. Because not going there after I told myself I could would break me.</p>



<p>“Yeah! You and me forever!” She laughed excitedly. “So, where are <em>we</em> going first?”</p>



<p>LEXI TOOK ANOTHER twenty minutes to get ready. Maybe because we found ourselves gossiping about all the things possible to gossip about: Dance teachers and other students, dance shows and actors, school and family. In retrospect it was a miracle it didn’t take longer. When we finally followed Lexi’s mom’s call downstairs, she was already waiting with her car keys in hand.</p>



<p>This also wasn&#8217;t the car ride that changed my life forever. Lexi and I talked and laughed in the back seat while Lexi’s mom very consciously and cautiously drove us to Matthew Anderson&#8217;s house. We had been at that house a couple times before. Every time there was a party it was either at Matthew&#8217;s place or Matthew was there.</p>



<p>It was 8:30 when we walked through the front door. I didn’t know where Vic was going to be, but we decided to go to the kitchen first to get some drinks anyway. Not necessarily because we wanted to drink as much as most people at this party but to have a cup in our hands in case some half drunken guy wanted to convince us to drink more than we wanted to. Vic wasn&#8217;t in the kitchen but as we left it both with a plastic cup in our hands, we saw him in the middle of the living room talking to some other guys from the basketball team.</p>



<p>At this time of the night, it wasn&#8217;t hard to get through all those people. I knew that later there would be at least double as many and it would be a pain to get anywhere. But right now, it only took a couple seconds until I had my hand on Vics arm. He turned around and I kissed him. All was good.</p>



<p>I didn’t really recall much after that. It was a party like any other. I hung with the boys for a while, danced with Lexi, and had some drinks. Since Vic made a vow with his best friend to not drink this basketball season, he was driving us home. We dropped Lexi off at her house at about half one and then made our way to my place.</p>



<p>That’s when it happened.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Chapter 2</h3>



<p>VIC AND I were talking. I don’t remember about what. It’s all very blurry. But I know that I was there, and he was there, and we were in his car on our way to get home.</p>



<p>There’s only one moment I really remember. His eyes weren’t glued to the street like they usually were. Instead, he stared right at me. I couldn’t make out his expression, and I don’t remember what he said.</p>



<p>Suddenly his face turned blank. And then his eyes got really big and he stared at something behind me. But before I could turn around, there was a big… something.</p>



<p>Something that changed everything. Something that made me feel so much pain. So loud and sudden, I didn’t even know what had happened when it was already over.</p>



<p>I really didn’t remember much. Except the suddenly bright lights in the darkness and the fading smell of alcohol. And Vic. I remembered Vic’s face.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Chapter 3</h3>



<p>THERE WAS NO pain when I woke up. And the crash seemed like a faraway dream. I felt myself take a deep breath. Then I opened my eyes.</p>



<p>It didn’t look very heaven-like. Or hell-like. Or white like in the movies, where they go into the light. What I saw was…</p>



<p>Something pink.</p>



<p>I heard a voice. A kid’s voice. And as I was turning my head, I caught a glimpse of a small bed in the corner. Too small for a grown person. But big enough for a child.</p>



<p>My back felt like it should hurt, but it didn’t. Moving didn’t hurt. Sitting up didn’t hurt. Though my body felt tingly. And kind of wrong.</p>



<p>The room I was in looked like a kid’s room. Lots of toys, tiny clothes and at least two dozen stuffed animals. At a small table next to the window sat a little girl. She kneeled on the floor, while three tiny chairs were occupied by dolls and a teddy bear. In front of each of them stood a plastic cup and in the middle of the table a tea pot. Pink of course.</p>



<p>“Here’s some tea for you. Do you want sugar with it?” Her soft voice sounded kind. And her words seemed practiced. Had she even noticed I was here?</p>



<p>She was still talking to her toys. Didn’t even glance at me. Could she see me? Was this some hallucination? A dream? If I closed my eyes long enough, would this end? Would I wake up? Would life go on?</p>



<p>I tried. I tried so hard. Maybe I needed to lay back down? Maybe pressing my hands against my face helped? Maybe I was supposed to get into the exact same position I woke up in?</p>



<p>Nothing worked. Any time I opened my eyes again, I saw the beige walls, big teddy bears and a pink rug. And of course the girl.</p>



<p>She was hosting her tea party, not even looking up as I constantly changed my position. Getting up, laying down, turning over.</p>



<p>One of her dolls fell out of her tiny chair, and in an instant the girl was there to pick her back up, straighten her dress and hair and offer a biscuit. Without realising it, I sat up, straightening my spine just like they’d told us to so many times in dance. Stared at this weird scene in front of me.</p>



<p>“What is this?” I heard myself whisper.</p>



<p>There it was. The girl moved ever so slightly to turn to me, before changing her mind. She kept on pretending not to see or hear me, but now I knew. Knew that she was only pretending.</p>



<p>“Where am I? And who are you?” I said louder this time. My eyes were locked on her even though she kept acting like I wasn’t there. It was weird to see some four- or five-year-old try so hard to ignore me. Why would she do that?</p>



<p>If I hadn’t known better, I would believe I was trapped in someone’s room who couldn’t see me. But I knew she had heard me before. I knew she was trying so hard not to look in my direction because she <em>had</em> seen me before.</p>



<p>I tried getting up, only to find that it was much harder than before. There still wasn’t any pain exactly, but my knee felt strange. As if it wasn’t working properly. Or made out of play dough. I couldn’t find anything to hold onto, so I sat back down. Made a noise that had the girl twitch slightly again. But since I couldn’t walk to her and she was still insisting on turning her back to me, there was no way to see how she felt about me being here.</p>



<p>Was she scared? It would explain things. I would be scared if someone just showed up in my bedroom out of nowhere. And without any explanation. Maybe she knew why? Maybe she would talk to me if I was really nice? Maybe there was a reason why I was here?</p>



<p>“Hi,” I said much more friendly. “I’m Jen, what’s your name?” Nervously I pushed some of the hair out of my face. The girl still didn’t turn around or speak to me, but she stood still for a moment. “Can you tell me what I’m doing here? Can you tell me where I am?”</p>



<p>Slowly, as though she wasn’t entirely sure whether she should do it or not, the girl turned around. Her eyes quickly found mine, and a mischievous smile appeared on her face. “Hi, I’m Mina. And these are my friends: Bubblegum,” she pointed to the teddy bear, “Rainbow,” a doll with a blue jumpsuit, “and Daisy,” a doll with green hair. “Do you want to have tea with us?” Without waiting for my reply, she turned back to the table and put a biscuit on one of the plates.</p>



<p>“Mina, that’s a nice name. Can you tell me where I am?”</p>



<p>“This is my room,” she said in a chipper voice while wandering around the table, adjusting her toy’s seats. She stopped across from me and smiled. “Come and play with us.”</p>



<p>My first instinct was to get up, but I remembered my knee. “I’m not sure I can. I hurt my knee or something.”</p>



<p>Mina glanced down at my leg. Her brows narrowed. “Sometimes I get hurt, and I think I got hurt really bad, but then it just gets better because it wasn’t bad. My mommy blows on it and then it’s okay. Do you want me to blow on it?”</p>



<p>“Not necessary,” I said quickly, “I’m good.”</p>



<p>When I noticed her rather disappointed look, I tried moving closer to her. This time by crawling. My knee didn’t feel weird this time but maybe it was because the situation itself just felt awkward. When I reached the table, Mina had already put another plate and teacup up for me. So, just like I was supposed to, I sat down on the ground and focussed my attention on the girl who was now putting pretend tea in my cup. “How old are you, Mina?”</p>



<p>“I’m five. I got these for my birthday.” She pointed at the pink tea set.</p>



<p>“That’s really nice!” Did five-year-olds know where they lived? Did five-year-olds realise it was weird when a 17-year-old just randomly appeared in their room? “Can you tell me where I am, Mina?”</p>



<p>Her expression changed. Instead of the wide grin, she looked at me with a pitiful smile. I didn’t know many five-year-olds, but I didn’t think they would look at someone like that. “Oh Jen.” In that moment her voice also sounded much wiser than that of a kid. “You know exactly where you are. You have to start asking the right questions.”</p>



<p>“The right questions? What do you mean?”</p>



<p>My confusion didn’t prompt another pitiful look. Instead, she went back to playing with her dolls. “I can’t tell you that. You have to find out yourself.”</p>



<p></p>



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		<title>Nachtschatten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie Wiegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jul 2023 19:38:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
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					<description><![CDATA[von Patrick Schön Es war nachts und ich stand am Fenster. Es war dunkel, nur etwas Straßenlicht kam von außen hinein. &#160;Kühle Luft kam in das Wohnzimmer, der Fernseher war ausgegangen und Paula krümmte sich schlafend auf dem Sofa. Wir hatten uns eine Sendung angesehen, irgendwas über Naturvölker und dabei waren wir eingeschlafen. Ich lehnte [&#8230;]]]></description>
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<p>von Patrick Schön</p>



<p>Es war nachts und ich stand am Fenster. Es war dunkel, nur etwas Straßenlicht kam von außen hinein. &nbsp;Kühle Luft kam in das Wohnzimmer, der Fernseher war ausgegangen und Paula krümmte sich schlafend auf dem Sofa. Wir hatten uns eine Sendung angesehen, irgendwas über Naturvölker und dabei waren wir eingeschlafen. Ich lehnte mich aus dem Fenster, um in den unbewölkten Sternenhimmel zu blicken, als mich die Lichter eines entfernten Flugzeugs fesselten. Ich beobachtete, wie es über den Horizont raste, und dachte dabei an unseren kommenden Urlaub in Neuseeland.</p>



<p>Hinter mir regte sich Paula auf dem Sofa im Schlaf. Ihre Knie knackten und dann hörte ich, wie sie barfüßig über den Parkettboden lief. Ich drehte mich um und sah, wie sie durch den Raum ins Nebenzimmer ging. Ich hatte Durst. Auf dem Couchtisch standen noch unsere Teetassen und ich wollte gerade nachsehen, ob noch etwas übrig war, als ich vor Schreck einen Grunzlaut ausstieß und zurück ans Fenster taumelte. Paula lag auf dem Sofa; ihre Füße baumelten über den Rand und ihre braune Lockenmähne hing ihr tief ins Gesicht. Sie schlief fest und ihre Brust hob sich sachte bei jedem Atemzug.</p>



<p>Mit pochendem Herzen stand ich am Fenster und bemühte mich, mich zu beruhigen. Ich musste meinen Schatten für sie gehalten haben und sie unerwartet noch immer auf dem Sofa vorzufinden, hatte meine Sinne überrascht. Leise trat ich zu ihr und nahm eine der beiden Tassen, in der ich noch etwas Flüssigkeit erkannte. Der Tee war kalt und einige kleinere Kräuter schwammen lose herum. Ich ging in die Küche, um die kleineren Fussel dort auszuspucken. Ich wusch die Tasse bei der Gelegenheit aus und suchte das Bad auf.</p>



<p>Ich horchte in die Stille der Nacht und hörte vorbeifahrende Autos und entfernt ein Glockenspiel im schwachen Wind erklingen.</p>



<p>Ich betätigte die Spülung, wusch mir die Hände und sah bei schwachem Lampenlicht in den Spiegel. Mein Gesicht kam mir etwas seltsam vor. Vom Schlaf zerknautscht und irgendwie unproportional. Ich zog Grimassen, wie als ob ich sonst nicht sicher sein könnte, dass ich es selbst bin und umso länger ich in den Spiegel sah, desto fremder erschien mir der Mann in der Reflexion.</p>



<p>Ich überlegte, ob ich Paula wecken sollte, damit sie nicht die ganze Nacht auf dem Sofa verbrachte. Zurück im Wohnzimmer schien mir ihr Schlaf aber zu fest und erholsam, um sie aufzuwecken, und ich wanderte im Dunkeln in die Küche, um ein Glas Wasser zu trinken. Im Hochsommer kamen gelegentlich üble Gerüche aus den Abflüssen, die mir nicht selten den Appetit auf das Leitungswasser verdarben. Der Sodaspender war mir jedoch zu laut und um Paula nicht zu wecken, trank ich ein halbes Glas aus dem Hahn.</p>



<p>In der Finsternis verschätzte ich mich jedoch mit der Theke und stellte das Glas dicht an den Rand. Ich kegelte es bei der nächsten Bewegung zu Boden. Der Knall war laut und ich hatte gehört, wie es in mehrere Teile zersplittert war. Reglos stand ich in der dunklen Küche und hörte, wie sich Paula im Wohnzimmer bewegte. „Super“, flüsterte ich mir zu. Wieder hörte ich das Geräusch barfüßiger Schritte über den Parkettboden. „Äh, pass bitte auf. Ich habe hier Glassplitter in der Küche, mir ist ein Glas runtergefallen. Ich will erst Licht machen.“ Ich tastete mit den nackten Zehen nach einem sicheren Weg zur nächsten Lichtquelle als Paula im Türrahmen erschien. Ihre Augen weit aufgerissen, der Ausdruck aber völlig leer und sie verzog keine Miene. Sie sagte nichts, gab keinen Laut von sich und ihre Arme hingen regungslos herab. Ich hörte nicht einmal ihr Atmen. „Pass bitte auf, hier sind überall Glassplitter.“ Ihre lidlosen Augen starrten vor sich hin. „Darling, geht es dir gut? Stimmt etwas nicht?“ Noch immer keine Reaktion. Mir kam der Gedanke, dass sie schlafwandelte. Darüber weiß ich sehr wenig, nur dass es nicht von heute auf morgen bei Personen anfängt, sondern es eine lange medizinische Vorgeschichte gibt. Seit ich sie kenne, neigte sie zu unruhigen Bewegungen im Schlaf, nie aber hatte ich beobachtet, dass sie im Schlaf aufgestanden wäre. Der Anblick ihrer Augen paralysierte mich für kurze Zeit. Im Dunkeln hätte ich sie für eine Statue halten können. Langsam wurde ich wieder Herr meiner selbst und beschloss von der Küche ins Wohnzimmer zu gehen, um dann in den Korridor zu gelangen, um sie langsam und behutsam weg vom Kücheneingang und den Scherben und Splittern wegzuführen.</p>



<p>Langsam schob ich einen Fuß nach dem anderen, immer wieder Ausschau nach Paula haltend, dass sie bloß nicht in die Küche ging. „Ich komm und hol dich. Bleib wo du bist.“ Dann fuhr ein Auto in rascher Geschwindigkeit auf die Kreuzung zu. Die Scheinwerfer warfen zwei helle Lichtkegel in die Küche und huschten eilig über Paulas Gesicht. Erst jetzt erkannte ich, dass ihre Mimik nicht so ausdruckslos war, wie ich in der Dunkelheit vermutet hatte. Sie machte einen gequälten Eindruck, als halte sie unter Zwang still, und fürchtete sich vor jeder noch so kleinsten Regung. Sie musste im Halbschlaf schon in eine der Scherben getreten sein.</p>



<p>Rasch trat ich ins Wohnzimmer und dabei in mehrere kleinere Splitter. Ich knipste das Licht an. „Ah!“ Paula stöhnte und drehte sich zur Seite. Sofort legte ich den Lichtschalter um, damit sie das Licht nicht aus dem Schlaf riss, als ich meinen Irrtum bemerkte. Erneut schaltete ich das Wohnzimmerlicht ein und sah sie auf dem Sofa liegend, schlafend und den Kopf in die Kissen vergraben. „Bist du in eine Scherbe getreten?“ Ich ging zu ihr und griff nach ihren Füßen. Sie waren unverletzt. Ich sah mir beide Fußsohlen genau an, strich mit den Fingern drüber. „Nein“, murmelte sie verschlafen. „Lass mich, lass mich.“ Sie strampelte und ich ließ sie los. Ihre Haut fühlte sich kalt an, also deckte ich sie zu und schloss das Fenster.</p>



<p>Im Korridor angekommen schaltete ich das Wohnzimmerlicht aus und ging zurück ins Bad. Ich reinigte und desinfizierte meine Füße. Ich suchte Besen und Schaufel zusammen und kehrte in die Küche zurück. Blutige Fußabdrücke führten vom Eingang ins Wohnzimmer. Sie fingen dort an, wo Paula im Halbschlaf gestanden hatte. Sie musste im Dunkeln an mir vorbeigekommen sein, ehe ich sie beim Anmachen des Lichts auf dem Sofa wiederfand und sie musste definitiv in Scherben getreten sein. Aus dem Wohnzimmer hörte ich sie wieder schläfrig vor sich her murmeln. „Nein, heute nicht. Jetzt lass –“ Ich kam mit schweren Schritten zurück ins Nebenzimmer und im dunklen Raum sah ich wie Paula auf dem Sofa mit einer zweiten Person rang, die sich auf sie geworfen hatte. Ich schaltete das Licht an und – „Was zur Hölle?“ Eine Doppelgängerin fiel über sie her und hatte den Anschein erweckt, als wolle sie ihr vampirgleich in den Hals beißen. Wobei mich der Anblick auch an eine Löwin erinnerte, die ihre Beute riss.</p>



<p>Im ersten Licht der Lampe riss sie die Zähne auf und gab ein höllisches Grunzen von sich. Sie vergrub sich in den Nacken meiner Paula, die jetzt in Panik um sich schlug. Sie griff auf dem Couchtisch nach allem möglichen, um sich zu wehren. Ich trat zu den Kämpfenden und versuchte, sie auseinander zu ziehen, doch in dem Chaos und mit der Decke dazwischen fiel es mir schwer zu begreifen, wo die eine anfing und die andere aufhörte. „Nein! Nein!“ Paula hatte zu voller Stimme gefunden und schrie und dann traf mich eine schwere Keramiktasse am Kopf. Benommen stürzte ich zu Boden, schlug mir das Rückgrat an der Tischkante und den Kopf am Parkett auf. Mir wurde übel und ich sah nicht mehr scharf. Benommen kämpfte ich gegen die Ohnmacht an, richtete mich auf, nur um gleich wieder das Gleichgewicht zu verlieren.</p>



<p>Verschwommen sah ich, dass sich Paula aufgerichtet hatte. Sie stand auf dem Sofa und hielt eine Glasflasche unseres Sodastream in der rechten Hand. Sie hielt sie wie eine Waffe, mit der freien Hand zeigte sie auf mich. „Geh weg! Bleib weg von mir!“ Sie war panisch und desorientiert. Der Überfall hatte sie aus dem Tiefschlaf gerissen und offenbar hielt sie mich für den Angreifer.</p>



<p>„Da war eine Frau“, krächzte ich schwach. „Pass auf, wir sind nicht allein.“ Sie blickte hastig um sich, unsicher, ob sie mir trauen konnte. „Ich glaub, du musst die Polizei rufen.“ Sie kam von dem Sofa und sah sich im Wohnzimmer um. „Hier ist niemand.“</p>



<p>„Sie muss sich verstecken oder ist zur Haustür raus.“ Noch immer versuchte ich mich aufzurichten, aber mein Kopf fühlte sich nicht richtig an. Ich hatte das Gefühl etwas schob sich hin und her, wie das Klackern in einer Sprühdose. Ich hörte, wie Paula laut und provozierend in die Küche sprang und wie sie aufschrie, als sie in die Scherben trat. Ich brachte kein verständliches Wort mehr hervor, nur noch Kauderwelsch und die Geräusche hallten in meinem Kopf. Es war ganz typisch für Paula vom Adrenalin und der Verwirrung getrieben zum Angriff überzugehen. Ich vernahm bruchstückhaft, wie sie einer Löwin gleich die Wohnung durchsuchte. Einmal glaubte ich, sie hätte den Eindringling gefunden, denn ich hörte wieder ein Echo dieses höllischen Grunzens. Tatsächlich schien sie sich unter Schmerzen die Schnittwunden am Fuß zu behandeln. Das letzte, was ich sah, war wie sich über mein Gesicht beugte. Ihr Lippen formten Worte, die nur noch als bedeutungslose Laute zu mir durchdringen konnten.</p>



<p>Ich verbrachte die nächsten drei Tage wegen der Gehirnerschütterung im Krankenhaus. Zunächst sollte ich nach einem Tag wieder gehen, doch wegen des anhaltenden Schwindelgefühls ließ man ein MRT machen und behielt mich zur Beobachtung noch dort. Paulas erste Besuche waren verschwiegen und sie verhielt sich unentschlossen. Die Ermittler warteten noch auf die Ergebnisse der Blutspurenanalyse. Es gab keine Spuren gewaltsamen Eindringens in die Wohnung und man war sich nicht einig, ob tatsächlich eine dritte Person in der Wohnung gewesen war. Paula hatte Bissspuren an Hals, Nacken und Schulter und auch wenn ich bei meiner Einweisung ins Krankenhaus kein Blut an Zähnen und Gesicht hatte, baten mich die Ermittler um mein Einverständnis einen Abdruck meines Gebisses machen zu dürfen.</p>



<p>Am Tag meiner Entlassung wurde Paula von ihrem Bruder begleitet. Im Auto saß sie hinten und sprach nur, wenn sie angesprochen wurde. „Sag mal“, fragte ihr Bruder. „Diese Frau, ja? Kanntest du die? Ich meine, sicher, dass es eine Frau war?“</p>



<p>„Ja, eine Frau. Aber keine Ahnung, wer sie war.“</p>



<p>„Sicher?“</p>



<p>„Ja.“</p>



<p>„Also keine verstörte Geliebte wie in diesen Filmen?“</p>



<p>„Ich habe keine Geliebte.“</p>



<p>„Man muss ja fragen dürfen, nicht?“ Er klang sehr misstrauisch. „Wie sah sie denn aus? Wie jemand den du kennst?“ Ich drehte langsam und mühselig den Kopf. Paula sah mich mit großen Augen an. Sie blickten mich furchtlos und auffordernd an. „Nein“, antwortete ich. „Ich habe keine Ahnung, wer das gewesen ist.“</p>



<p>„Und wer hat dich so zugerichtet? War das <em>diese Frau </em>oder -“</p>



<p>„Ich weiß es nicht“, unterbrach ich ihn. „Ab diese Frau war da.“</p>



<p>„Klar, jetzt reg dich ab, mein Freund. Wenn ein Verrückter versucht deiner Schwester den Kopf abzureißen, würdest du wohl auch eine Menge unangenehmer Fragen stellen, oder?“ Paula legte ihre Hand auf meine Schulter und ich langte danach. Ihre lidlosen Augen sahen mich lächelnd an, aber sie sagte nichts.</p>



<p>„Das war bestimmt eine Verrückte, die euch nach Hause gefolgt ist. Die Welt ist voll davon. Wer weiß was passiert wäre, wenn keiner von euch beiden wach gewesen wäre.“ Ihr Bruder setzte uns an einem Hotel ab. Paula fühlte sich in unserer Wohnung noch nicht sicher und gerne schloss ich mich ihrer Entscheidung an. Die ersten Nächte schlief ich nicht besonders gut. Auch wenn sie mir versicherte, dass es ihr gut ginge, war Paula sehr unruhig im Schlaf. Ich wachte mehrmals nachts auf, weil sie laute Grunzlaute von sich gab und mit starrem Blick in die Finsternis äugte. Sie beteuerte keine Alpträume zu haben und könne sich nicht daran erinnern aufrecht sitzend ins Nichts zu gucken. Wir kehrten nach zwei Wochen zurück nach Hause und Paulas Schlafprobleme besserten sich allmählich. Nachdem der Abgleich meines Gebissabdrucks mit ihren Wunden fertig und negativ war, löste sich auch die aufgebaute Distanz zwischen uns wieder auf. Wir setzten unsere Urlaubspläne fort und suchten zeitgleich eine neue Wohnung. Auch ich schlief wieder besser, auch wenn ich mir beim Einschlafen noch immer einbildete barfüßige Schritte auf dem Parkettboden zu hören.</p>
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