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	<title>Lesetagebuch &#8211; Stromkastenkunst</title>
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	<description>Der Blog für Journalismus, Bücher und Stromkästen</description>
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	<title>Lesetagebuch &#8211; Stromkastenkunst</title>
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		<title>Eine etwas peinliche Überraschung &#8211; Lesetagebuch Pt. 18</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie Wiegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Dec 2023 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesetagebuch]]></category>
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					<description><![CDATA[29.09.23 &#8211; 11:41 Gelesen: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury &#8211; S. 246 Gedacht: Das muss man erst einmal schaffen: Eine Geschichte direkt im Anschluss nochmal zu schreiben, mit wenigen Abweichungen, und die Leserin trotzdem zu fesseln. 02.10.23 &#8211; 21:12 Gelesen: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury &#8211; S. 250 Gedacht: Da ist ja sogar eine Kaiserschnittdebatte [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>29.09.23 &#8211; 11:41</strong></p>



<p>Gelesen: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury &#8211; S. 246</p>



<p>Gedacht: Das muss man erst einmal schaffen: Eine Geschichte direkt im Anschluss nochmal zu schreiben, mit wenigen Abweichungen, und die Leserin trotzdem zu fesseln.</p>



<p><strong>02.10.23 &#8211; 21:12</strong></p>



<p>Gelesen: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury &#8211; S. 250</p>



<p>Gedacht: Da ist ja sogar eine Kaiserschnittdebatte drin versteckt. Ich habe zu dem Thema zwar eine Meinung, möchte diese aber ohne jemals in einer relevanten Situation gewesen zu sein, nicht groß diskutieren.</p>



<p><strong>03.10.23 &#8211; 09:39</strong></p>



<p>Gelesen: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury &#8211; S. 267</p>



<p>Gedacht: Witzig, dass es in dieser Vorstellung der Zukunft noch Telefonzellen gibt. Da passt es nicht so gut wie die Sache mit den In-Ear-Kopfhörern. Und jetzt sind die Abweichungen noch größer geworden: In dieser Version der Geschichte sind Montag und Faber nicht verkabelt und es ist aktuell auch nicht der Roboterhund auf Montags Spuren. Ich bin wirklich so gespannt, was es mit diesem zweiten Teil auf sich hat.</p>



<p><strong>07.10.23 &#8211; 12:24</strong></p>



<p>Gelesen: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury &#8211; Ende des Buches</p>



<p>Gedacht: Okay, ich fühle mich ein bisschen dumm. Das war einfach die Novelle (&#8222;Der Feuerwehrmann&#8220;), die Bradbury zuerst geschrieben hat, bevor er das Angebot bekam, sie zum Roman &#8222;Fahrenheit 451&#8220; auszubauen. Man muss das also nicht unbedingt auch noch lesen. Ich habe kurz darüber nachgedacht, ob es sowas sein könnte, aber es erschien mir irgendwie so schlüssig, dass die ganze Geschichte nochmal erzählt wird. Das Gefühl eines Déjà-vus hat gut gepasst. Aber besonders gegen Ende merkt man, dass der Roman gründlicher überarbeitet wurde und die Novelle eher aus ihm &#8222;herausgeplatzt&#8220; ist. So wird es einem zumindest im Nachwort erklärt, dass ich auf jeden Fall sehr empfehlen kann, auch, wenn man es nicht braucht, um zu verstehen was &#8222;Der Feuerwehrmann&#8220; ist&#8230; Die Novelle und das Nachwort sind eher etwas für Schreib- und Literaturinteressierte, den Roman &#8222;Fahrenheit 451&#8220; kann ich uneingeschränkt empfehlen.</p>
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		<title>Im Kampf gegen den Widerspruch und im Rausch von Fahrenheit 451 &#8211; Lesetagebuch Pt. 17</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie Wiegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2023 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesetagebuch]]></category>
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					<description><![CDATA[26.09.23 &#8211; 11:02 Gelesen: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury &#8211; S. 98 Gedacht: Oh, das ist eine tolle Szene zwischen Montag und Faber (hach, so viel Futter für Deutschunterrichtinterpretationen :D). Nach der Kälte der Erzählung bis jetzt verströmt die Szene ein warmes Gefühl. Er fasst so gut in Worte, was Bücher für eine Bedeutung haben [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>26.09.23 &#8211; 11:02</strong></p>



<p>Gelesen: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury &#8211; S. 98</p>



<p>Gedacht: Oh, das ist eine tolle Szene zwischen Montag und Faber (hach, so viel Futter für Deutschunterrichtinterpretationen :D). Nach der Kälte der Erzählung bis jetzt verströmt die Szene ein warmes Gefühl. Er fasst so gut in Worte, was Bücher für eine Bedeutung haben &#8211; für einen ehemaligen Literaturprofessor auch nicht verwunderlich. Und die Sprache ist hier wirklich schön. Mir gefallen die sehr dichten, sehr poetischen Stellen nicht immer, aber so fließend wie der Rest der Sprache ist, halte ich das mittlerweile für Absicht. Vielleicht soll man ja immer wieder an diesen intensiven Momenten kleben bleiben.</p>



<p><strong>17:46 &#8211; S. 101</strong></p>



<p>Wahnsinn, wird das gerade gut. Wunderschön geschrieben und er erklärt (durch Fabers Worte) das Besondere an Büchern so gut. Beides war mir schon als Kind bewusst und hat meine Liebe zu Büchern absolut angetrieben: Der Geruch von alten Buchseiten und, dass man mit ihnen das Tempo der Information bestimmen kann. Dass man sie zuklappen kann, wenn man Zeit zum Verarbeiten braucht. Film oder Audio sind viel schwerer zu kontrollieren. Wo wir wieder an dem Punkt wären, warum in dieser Dystopie Bücher verbrannt werden. Ich bin so gespannt, wie es weiter geht.</p>



<p><strong>18:28 &#8211; S. 106</strong></p>



<p>Ich mag Faber jetzt schon. Und die Sprache ist auf den Punkt so perfekt. </p>



<p>Auch ein sehr bemerkenswerter Einfall ist, dass die Leute mit ihren Autos rasen, wenn ihnen das System auf das Gemüt schlägt. Und natürlich ist es bemerkenswert, dass das Buch, mit dem Montag beginnt, die Bibel ist. Das ist natürlich eine starke Aussage, ob religiös oder religionswissenschaftlich-literaturwissenschaftlich betrachtet.</p>



<p><strong>18:42 &#8211; S. 112</strong></p>



<p>Was die Regierung den Rekrutierten über den Krieg erzählt, erinnert an das, was man den Soldaten vor dem 1. Weltkrieg in Deutschland erzählt hat &#8211; ich musste an &#8222;Im Westen nichts Neues&#8220; denken. Und an Russland und Putin.</p>



<p><strong>19:04 &#8211; S. 128</strong></p>



<p>Die Begründung, warum Bücher ins Verderben führen würden, ist eigentlich eine Kampfansage an Demokratie und Diskurs, ein Plädoyer für die Diktatur. Die 451-Grad-Feuerwehr (allein diese Bezeichnung!) bekämpft den Austausch, den Diskurs, das Für und Wider, die Uneindeutigkeit und Widersprüchlichkeit der Welt. Das ist es eigentlich: Es werden Widersprüche bekämpft unter dem Deckmantel einer Suche nach der Wahrheit. Dabei treibt einen das Einschmelzen von Widersprüchen immer weiter weg von der &#8222;Wahrheit&#8220; (wenn es die in diesem Sinne überhaupt gibt).</p>



<p><strong>19:34 &#8211; S. 135</strong></p>



<p>Love it. &#8222;Scheinheiliger Gutmensch&#8220; als Beleidigung in einer Übersetzung von 1963.</p>



<p><strong>S. 137</strong></p>



<p>Beatty ist das perfekte Beispiel dafür, dass es eben nicht nur reicht zu lesen. Dass es nicht allein um die Wörter in den Büchern geht, sondern um das Konzept, die Freiheit von Rede, Meinung und Information. Meine Güte, ist dieses Buch gut.</p>



<p><strong>S. 140</strong></p>



<p>Ich hätte nicht gedacht, dass die Geschichte so brutal wird. Aber es ist guuuuut.</p>



<p><strong>19:53 &#8211; S. 152</strong></p>



<p>Die ehemaligen Akademiker leben in Landstreicherlagern am Rande verrostender Bahngleise&#8230; In seinem bedrückenden Irrsinn hat diese Dystopie auch einen wahnwitzigen Humor.</p>



<p><strong>20:09 &#8211; S. 167</strong></p>



<p>Das ist so ein krasser Page-Turner geworden, ich wurde schon lange nicht mehr so von einem Buch gefesselt. Und ich fühle das sehr, wie er die Natur als Kontrast zur entfremdeten Lebenswelt der Menschen beschreibt. </p>



<p><strong>20:33 &#8211; S. 184</strong></p>



<p>In diesem Buch ist alles drin. Das geht so weit über eine politik- oder technikkritische Dystopie hinaus. Es beschäftigt sich mit den Essenzen von Mensch und Gesellschaft, mit den großen Dramen und ewigen Fragen. Ohne abgedroschen oder religiös-spirituell zu sein. Ganz nüchtern und klar und trotzdem poetisch. Poetische Philosophie.</p>



<p><strong>S. 189</strong></p>



<p>Oh, und ein pazifistisches Plädoyer enthält es auch.</p>



<p><strong>23:22 &#8211; S. 210</strong></p>



<p>Der zweite Teil (&#8222;Der Feuerwehrmann&#8220;) ist auf eine unheimliche Art faszinierend. Bis jetzt wird das ganze Buch noch einmal von vorne zusammengefasst, aber mit kleinen Änderungen und Ergänzungen. Das vermittelt das bedrückende Gefühl einer Zeitschleife, fesselt aber durch die kleinen neuen Details, die ergänzt werden. Und natürlich bin ich unfassbar gespannt, was es damit auf sich hat.</p>



<p><strong>23:45 &#8211; S. 228</strong></p>



<p>Entweder ist es wirklich eine Art Zeitschleife oder Montags Version der Geschichte. Zwei Vornamen sind anders und eben diese Details (manchmal auch etwas mehr) die geändert oder ergänzt wurden. Es ist auf jeden Fall eine reflektiertere Version, die die großen Zusammenhänge, das Ende, schon kennt.</p>
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		<title>4 Sorten Winterbücher für die kalte Jahreszeit</title>
		<link>https://powerboxart.de/4-sorten-winterbuecher-fuer-die-kalte-jahreszeit</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie Wiegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Dec 2023 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesetagebuch]]></category>
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					<description><![CDATA[Der erste Schnee kam schneller als gedacht &#8211; deshalb dachte ich mir, ich versorge euch noch mit ein paar Buchtipps, die weniger goldenes-Laub-Vibes und mehr knirschender-Schnee-und-Teetassen-Stimmung verbreiten. In der Kategorie Dicke Bücher für kalte Wintertage möchte ich euch die &#8222;Heitere Trilogie&#8220; von Erich Kästner vorstellen. Schon etwas älter (so sieht meine Ausgabe auch aus), aber [&#8230;]]]></description>
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<p>Der erste Schnee kam schneller als gedacht &#8211; deshalb dachte ich mir, ich versorge euch noch mit ein paar Buchtipps, die weniger <a href="https://powerboxart.de/3-jugendbuecher-zum-wieder-entdecken-fuer-den-herbst">goldenes-Laub-Vibes </a>und mehr knirschender-Schnee-und-Teetassen-Stimmung verbreiten. In der Kategorie</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dicke Bücher für kalte Wintertage</h2>



<p>möchte ich euch die &#8222;Heitere Trilogie&#8220; von Erich Kästner vorstellen. Schon etwas älter (so sieht meine Ausgabe auch aus), aber vor allem wegen der ersten Geschichte &#8222;Drei Männer im Schnee&#8220; eine super Einstimmung auf den Winter. Die drei Erzählungen lesen sich leicht und schnell, der Titel verspricht nicht zu viel an Heiterkeit und Kästner&#8217;schen Verwirrspielen. Und trotzdem kann man wie für ihn so üblich aus jeder Geschichte auch etwas mitnehmen, kluge Gedanken über Mensch und die Welt. Insgesamt ein gut dickes Buch, aber durch die Aufteilung in drei Erzählungen sehr kurzweilig.</p>



<p>Ich muss auch <a href="https://powerboxart.de/zeig-mir-ein-buch-das">noch einmal</a> den Roman &#8222;Als gäbe es einen Himmel&#8220; von der Belgierin Els Beerten nennen. Das Cover ist durch und durch winterlich, auch der Zweite Weltkrieg in Russland passt thematisch zur dunklen, kalten Jahreszeit. Und auch wenn ich das Buch vor vielen Jahren noch während meiner Schulzeit gelesen habe, erinnere ich mich noch gut daran, wie ich erkältet, in eine Decke gewickelt, diesen über 600 Seiten starken Wälzer geradezu verschlungen habe. Was soll die Wirkung eines guten Winterromans besser beschreiben? Leichte Themen sind der Zweite Weltkrieg in Belgien und Russland, schwerwiegende Entscheidungen, Heldentum für Volk und Vaterland  sicher nicht. Aber vielleicht ist dafür um die Feiertage im Wohnzimmersessel auch mehr Raum als am Strand oder im Freibad.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Feiertagslektüre für Klein und Groß</h2>



<p>Ich kann es natürlich nicht lasse euch meine liebsten Kinder- und Jugendbücher vorzustellen, die mich bis heute erfreuen. Darunter fallen drei Bücher, die Weihnachten und Silvester thematisieren und herrlich auf diese Tage einstimmen können.</p>



<p>&#8222;Morgen, Findus, wird&#8217;s was geben&#8220; von Sven Nordqvist ist ein etwas dickeres Buch aus dem Pettersson und Findus-Universum, bei dessen bloßem Anblick ich ins Träumen gerate. Es geht um zu große Versprechen, den Weihnachtsmann, Petterssons erstaunliches handwerkliches Geschick, Weihnachtsstress und den unerklärlichen Zauber von Weihnachten. Dazu die wunderschönen, detailreichen und lebendigen Zeichnungen von Nordqvist. Es hat fast etwas therapeutisches Pettersson in seinem Weihnachtsstress zu begleiten und am Ende, ganz am Ende seine Erleichterung und das zarte Kribbeln vom Weihnachtszauber zu spüren.</p>



<p>Während bei Findus und Pettersson der Weihnachtsmann das große Geheimnis der ganzen Geschichte ist, ist er in Cornelia Funkes &#8222;Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel&#8220; mittendrin, nahbar und geradezu weltlich. Niklas Julebukk verbreitet zwar mit den Engeln Matilda und Emmanuel, den Weihnachtskobolden und Rentier Sternschnuppe ebenfalls viel Weihnachtszauber, er hat aber auch handfeste Probleme. Weil er eben den echten Weihnachtszauber schätzt, die wahren Wünsche der Kinder erfüllt und nichts vom kapitalistischen Ausverkauf des Weihnachtsfestes hält, wird er vom Großen Weihnachtsrat gejagt. Helfen können ihm nur zwei seiner Verbündeten: die Kinder natürlich. Eine herzerwärmende Ode an die kleinen Zauber in der Weihnachtszeit und die wirklich wichtigen Wünsche im Leben.</p>



<p>Wer auch zum Jahreswechsel die passende Lektüre lesen möchte und ihn noch nicht kennt, dem sei &#8222;Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch&#8220; von Michael Ende ans Herz gelegt. Charakteristisch für die Geschichte ist die tickende Uhr in Form der Kapitel, die die letzten 7 Stunden des Jahres zählt, während die Zauber:innen Beelzebub Irrwitzer und Tyrannja Vamperl versuchen, ihren Soll an bösen Taten für das Jahr einzuhalten. Verhindern wollen das Kater Maurizio di Mauro und Rabe Jakob Krakel (wie herrlich, dass die Tiere auch Nachnamen haben!). Ein spannender Wettlauf gegen die Zeit, der die Stunden bis zum neuen Jahr oder auch anderen angespannt erwarteten Ereignissen im Nu überbrückt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein weihnachtliches Sachbuch</h2>



<p>Bücher, die einen in fremde Welten und Geschichten entführen, sind vielleicht beliebter für die kalte Zeit und die Feiertage, als nüchterne Sachbücher. Wen aber interessiert, wie es zu all dem Trubel im Dezember kommt, und das schön aufgearbeitet, in einem schlanken, hübsch gestalteten Büchlein nachlesen will, der oder dem empfehle ich &#8222;Warum feiern wir Weihnachten?&#8220; von Volker Ufertinger. Viel mehr lässt sich dazu auch nicht sagen, außer, dass mich wirklich alles an dem Buch an die Kinder-Uni-Bücher von Ulrich Janßen und Ulla Steuernagel erinnert. Tatsächlich scheinen sie aber nur alle von Klaus Ensikat illustriert zu sein&#8230; Naja, auch die Kinder-Uni-Bücher sind eine echte Empfehlung!</p>



<p>In der letzten Kategorie kommen wir zu einer kurzen Liste meinerseits:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Leseliste Winter 2023</h2>



<p>Ich beginne mit den guten Vorsätzen einfach ein bisschen früher und lasse euch hier teilhaben, was ich im Winter gerne weiter-, wieder- oder zum ersten Mal lesen möchte.</p>



<p>Ich habe hier ja schon darüber geschrieben, dass ich eigentlich &#8222;Tintenherz&#8220; von Cornelia Funke noch eine Chance geben müsste. Nachdem ich gesehen habe, dass ein vierter Band erschienen ist, der eigentlich auch sehr spannend kling, habe ich mir vorgenommen, der Reihe eine zweite Chance zu geben. Sie lädt schließlich außerordentlich zum Einkuscheln, Kekse knabbern und Versinken ein.</p>



<p>Endlich mal weiterlesen möchte ich meine portugiesische Ausgabe von &#8222;Let it snow. Three Holiday romances&#8220; von John Green, Maureen Johnson und Lauren Myracle (deutsch: Tage wie diese; portugiesisch: deixe a neve cair). Drei eigenständige Geschichten, die miteinander verflochten sind, und zu denen es bereits eine Netflix-Adaption gibt&#8230; Ich höre jetzt auf zu recherchieren und lese endlich mal über die erste Geschichte hinaus!</p>



<p>Und zu guter Letzt bietet sich von meiner Leseliste ein Buch ganz besonders für die Feiertage an: &#8222;Neujahr&#8220; von Juli Zeh. Ich fand &#8222;Unter Leuten&#8220; sehr faszinierend und ein Familienurlaub über Neujahr auf Lanzarote, klingt nach einem Plot, den Juli Zeh wunderbar meistern könnte. Außerdem ist das Buch mit seinen 190 Seiten gut über die freien Tage zu schaffen.</p>



<p>Was steht auf eurer Winter-Leseliste?</p>
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		<title>3 Jugendbücher zum (Wieder) Entdecken für den Herbst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie Wiegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Nov 2023 20:14:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesetagebuch]]></category>
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<div class="wp-block-kadence-accordion alignnone"><div class="kt-accordion-wrap kt-accordion-id1092_053e70-56 kt-accordion-has-2-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right" style="max-width:none"><div class="kt-accordion-inner-wrap" data-allow-multiple-open="false" data-start-open="0">
<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-1 kt-pane1092_f7b2f6-33"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">Eine abenteuerliche Reise aus dem englischen Herbst in die brasilianischen Tropen</span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<p class="kt-adv-heading1092_817c5a-08 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1092_817c5a-08">Maias Reise an den Amazonas ist keine vergnügliche Reise in den warmen Süden, sondern die einzige Möglichkeit für das Waisenmädchen bei ihren letzten verblieben Verwandten zu leben. Doch Tante und Zwillingscousinen stellen sich als untauglich für familiäre Zuneigung heraus, ja als geradezu abstoßende Persönlichkeiten, die nur an Maias Erbe Interesse haben. In Maias Worten: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Es wäre wunderbar, wenn sie Schweine wären. Schweine kann man richtig gern haben.</p>
<cite>Eva Ibbotson, Maia oder Als Miss Minton ihr Korsett in den Amazonas warf</cite></blockquote>



<p></p>



<p>Trotz dieser Enttäuschung verliebt sich Maia in den Amazonas, seinen Wald und seine Bewohner. Sie erlebt gemeinsam mit ihrer Gouvernante Miss Minton und Waisenjunge Finn dramatische Abenteuer und schafft sich ihr eigenes Zuhause.</p>



<p>&#8222;Maia oder Als Miss Minton ihr Korsett in den Amazonas warf&#8220; ist ein großartiger Reiseroman, der nicht nur Kinder fesseln und verzaubern wird. Eine wunderbare Gelegenheit, die Urwaldstadt Manaus und ihre Umgebung aus der Ferne zu erkunden oder in nostalgischen Erinnerungen zu schwelgen, wenn man schon einmal dort gewesen ist. </p>
</div></div></div>



<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-2 kt-pane1092_bdf6ab-a5"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">Eine herbstallerliebste Hutzelgeschichte</span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<p>&#8222;Hörbe mit dem großen Hut&#8220; ist eine warm-wohlige Ottfried-Preußler-Geschichte, in der Hutzelmann Hörbe auf Wanderschaft geht, kleine und große Abenteuer erlebt und letztendlich einen neuen Freund findet&#8230; Und das alles im herbstlichen Siebengiebelwald, den Preußler so anschaulich beschreibt, dass man die Pilze riechen, das Moos spüren und die Äste knacken hören kann und am liebsten sofort zu einem langen Waldspaziergang aufbrechen möchte. Ein bisschen Herbst-Grusel um den geheimnisvollen Plampatsch und die Worlitzer Wälder kommt aber auch nicht zu kurz.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Als er die Haustür öffnete, tropfte das Sonnenlicht durch die Zweige auf ihn hernieder wie lauter Gold. An allen Blättern, an allen Rispen blitzte der Tau. Und die Moosbeeren funkelten in der Morgensonne wie rote Perlen.</p>
<cite>Ottfried Preußler, Hörbe mit dem großen Hut</cite></blockquote>
</div></div></div>
</div></div></div>



<div class="wp-block-kadence-accordion alignnone"><div class="kt-accordion-wrap kt-accordion-id1092_d3e80b-e7 kt-accordion-has-2-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right" style="max-width:none"><div class="kt-accordion-inner-wrap" data-allow-multiple-open="false" data-start-open="0">
<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-1 kt-pane1092_7eced7-9b"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">&#8222;Es war Herbst in der Stadt des Mondes&#8230;&#8220;</span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<p class="kt-adv-heading1092_1ff671-3a wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1092_1ff671-3a">Das war natürlich ein einfacher Treffer für ein Herbstbuch. Aber &#8222;Herr der Diebe&#8220; spielt nicht nur im Herbst, diese wunderschöne Geschichte von Cornelia Funke hat alles, was man für kuschlige Leseabende bei Regenwetter braucht: sie nimmt einen mit nach Venedig, zieht einen hinein in eine spannende Geschichte mit ihren starken Kinder-Protagonisten und beschäftigt sich mit dem Dilemma des Erwachsen werdens. Wie immer warmherzig und mit echtem Interesse für die Gefühlswelt und Bedürfnisse der Kinder erzählt Cornelia Funke diese Detektivgeschichte, in der die Kinderbande rund um den &#8222;Herr der Diebe&#8220; Scipio im Mittelpunkt steht. Erwachsene wie Kinder finden in diesem Roman viel Weisheit und Stoff zum Nachdenken.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Manchmal reden die Erwachsenen davon, wie schön es war, ein Kind zu sein. Sie träumen sogar davon, wieder eins zu sein. Aber wovon haben sie geträumt als sie Kinder waren? Weißt du es? Ich glaube, sie träumten davon, endlich erwachsen zu sein.</p>
<cite>Cornelia Funke, Herr der Diebe</cite></blockquote>
</div></div></div>
</div></div></div>
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		<title>Was ist &#8222;schöne&#8220; Sprache? &#8211; Lesetagebuch Pt. 16</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie Wiegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Nov 2023 18:55:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesetagebuch]]></category>
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					<description><![CDATA[11.09.23 &#8211; 20:54 Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 287 Gedacht: Schön, dass er auf das Thema Sprachnormierung eingeht. Ich bin ja auch gar nicht grundsätzlich gegen Sprachnormen, vor allem, wenn sie zur Verständlichkeit beitragen. Ich mag nur diese extrem emotionale Abwertung nicht, die Diskriminierung, die mit dieser Abwertung einhergehen kann, und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>11.09.23 &#8211; 20:54</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 287</p>



<p>Gedacht: Schön, dass er auf das Thema Sprachnormierung eingeht. Ich bin ja auch gar nicht grundsätzlich gegen Sprachnormen, vor allem, wenn sie zur Verständlichkeit beitragen. Ich mag nur diese extrem emotionale Abwertung nicht, die Diskriminierung, die mit dieser Abwertung einhergehen kann, und das Aufhängen an subjektiven Urteilen wie &#8222;hässlich&#8220; und &#8222;schön&#8220;.</p>



<p><strong>12.09.23 &#8211; 10:26</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 291 </p>



<p>Gedacht: Beim Thema Rechtschreibung stimme ich ihm weitestgehend zu, vor allem aber dem zitierten Duden: Bei allen Vorteilen dürfen Normen nie zum Gegenstand von Diskriminierung oder Gradmesser für Intelligenz werden.</p>



<p><strong>18.09.23 &#8211; 13:23</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 306</p>



<p>Gedacht: Ich mag die Verwendung von Begriffen wie &#8222;Hure&#8220; oder &#8222;Schlampe&#8220; gar nicht. Aber die Geschichte der Medien erzählt er wirklich interessant.</p>



<p>S. 307</p>



<p>Mir leuchtet nicht wirklich ein, warum Sprache in Comics als &#8222;Stummelsprache&#8220; verschrien wird&#8230;</p>



<p>S. 315</p>



<p>Die Abhandlung über den Einfluss von Computern ist wirklich unterhaltsam. Verrückt, was sich seit dem geändert hat.</p>



<p><strong>21.09.23 &#8211; 13:22</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 324</p>



<p>Gedacht: Dem Zwang zum Wachstum einer Sprache, um nicht zu schrumpfen, stimme ich zwar nicht uneingeschränkt zu, und offensichtlich auch nicht Schneiders Vorstellung von Sprachpflege. Aber ich stimme ihm absolut zu, dass Deutsch oft unterschätzt und unnötig abgewertet wird. Ich liebe es, meine Fremdsprachen zu nutzen und trotzdem bringe ich den Großteil meiner Gedanken am treffendsten auf Deutsch zu Papier. Einer (angemessenen) Förderung der deutschen Sprache stimme ich also zu.</p>



<p><strong>16:25</strong> &#8211; S. 325</p>



<p>Jetzt folgen nur noch Beispiele für guten Stil. Das finde ich einen guten Abschluss, wie auch die Zusammenfassung der Stilregeln in Form von Zitaten. </p>



<p>Deutsch für Kenner ist auf jeden Fall etwas tiefergehender und dadurch auch differenzierter als Deutsch für Profis. Meine Kritik an seiner Ausdrucksweise, emotionaler Sprachkritik und stark ausgeprägter Normierung gilt allerdings für beide Bücher.</p>



<p>Gelesen: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury &#8211; S. 22</p>



<p>Gedacht: Ich finde solche Zukunftsgeschichten aus der Vergangenheit faszinierend &#8211; weil wir den dystopischen oft schon so nahe gekommen sind. Beim Stil bin ich mir noch nicht so sicher, ob er mir gefällt. Aktuell ist er mir an einigen Stellen etwas zu viel, zu gewollt poetisch.</p>



<p><strong>24.09.23 &#8211; 19:54</strong></p>



<p>Gelesen: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury &#8211; S. 26</p>



<p>Gedacht: Die Beschreibung der &#8222;elektronischen Bienen&#8220;, der &#8222;fingerhutgroßen Radiomuscheln&#8220; im Ohr ist deshalb so gruselig, weil sie so dystopisch ist, aber exakt auf die heutige Verwendung von Kopfhörern zutrifft.</p>



<p><strong>23:04</strong> &#8211; S. 27</p>



<p>Dafür ist der Toast-Roboter aus heutiger Sicht total abgedreht.</p>



<p><strong>23:27 </strong>&#8211; S. 42</p>



<p>Eine naheliegende, aber auch schöne Idee, dass ein Kind, eine Teenagerin, sieht und benennt, was falsch läuft.</p>



<p><strong>23:56</strong> &#8211; S. 56</p>



<p>Er benutzt auf jeden Fall sehr starke Bilder. Nur diese random blumigen und etwas überladenen Beschreibungen sind irritierend.</p>



<p><strong>00:02</strong> &#8211; S. 60</p>



<p>Die Ehe zwischen Montag und Mildred erinnert mich an diese typischen Kurzgeschichten, die wir in der Schule analysieren mussten. Und ein bisschen an Loriot.</p>



<p><strong>0:26</strong> &#8211; S. 72</p>



<p>Ich dachte erst, der Monolog vom Captain sei ironisch gemeint. Aber er meint das ernst. Krass, dass dieses Buch 1951 geschrieben wurde und so akkurat die Probleme einer immer schneller lebenden und wachsenden Menschheit beschreibt. Nur beim Minderheitendruck, da stimme ich nur bedingt zu. Ich sehe es nicht als problematisch an, wenn Schwarze sich an diskriminierender Sprache und rassistischen Narrativen stören. Aber auch ohne das Argument, dass die &#8222;Befindlichkeiten&#8220; von Minderheiten, die Vereinheitlichung von Informationen vorantreiben würden, geht die Idee auf. Streckenweise liest es sich wie eine Kritik der heutigen Lebensweise &#8211; nur, dass diese eben vor 70 Jahren geschrieben wurde.</p>



<p><strong>25.09.23 &#8211; 23:05</strong></p>



<p>Gelesen: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury &#8211; S. 95</p>



<p>Gedacht: Es ist sehr eindrücklich, wie die Menschen, die den Wahnsinn in diesem System aus Desinformation und Berieselung erkennen, sich so verhalten, dass sie sogar verständlicherweise für verrückt gehalten werden. Die, die sich dem verrückten System, dem Verbrennen von Büchern, der sinnentleerten Beschallung, der Entmündigung der Bürger:innen beugen, wirken normal und gesund, während die, die den Wahnsinn erkennen, selbst wahnsinnig werden. Das ist wirklich ein starkes Bild, aus dem man viel lernen kann. Man darf nur angesichts selbsternannter &#8222;Querdenker&#8220; und Verschwörungserzählungen nicht die falschen Schlüsse daraus ziehen. solche Geschichten können eben sehr unterschiedlich interpretiert werden.</p>
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		<title>Viel Freude über offene Enden und schöne Kapitel &#8211; Lesetagebuch Pt. 15</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie Wiegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Nov 2023 13:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesetagebuch]]></category>
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					<description><![CDATA[31.08.23 &#8211; 1:20 Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 236 Gedacht: Das Kapitel über Rhythmus ist schön. So mag ich das viel lieber. Und das Kapitel über Metaphern hat auch sehr lustig begonnen. So kann es weitergehen. 20:17 Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 241 Gedacht: Ah, ich habe [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>31.08.23 &#8211; 1:20</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 236</p>



<p>Gedacht: Das Kapitel über Rhythmus ist schön. So mag ich das viel lieber. Und das Kapitel über Metaphern hat auch sehr lustig begonnen. So kann es weitergehen.</p>



<p><strong>20:17</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 241</p>



<p>Gedacht: Ah, ich habe ihm Unrecht getan. Er kritisiert auch seine &#8222;alten&#8220; Meister.</p>



<p><strong>02.09.23 &#8211; 20:42</strong></p>



<p>Gelesen: Das Mädchen und der Wolf von Fiona Drechsler &#8211; S. 91</p>



<p>Gedacht: Die Geschichte und die Sprache, in der sie erzählt wird, gefällt mir immer besser. Und die Granny gibt mir solche Vibes von Oma Slätberg von den Wilden Hühnern <img alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f600.png" consent-required="420" consent-by="services" consent-id="421"/> Mega lustig in diesem Setting.</p>



<p><strong>03.09.23 &#8211; 14:59</strong></p>



<p>Gelesen: Das Mädchen und der Wolf von Fiona Drechsler &#8211; S. 101</p>



<p>Gedacht: Man merkt mittlerweile auf jeden Fall, dass da eine gute Struktur hinter steckt. Die Geschichte ist bis jetzt in sich sehr schlüssig. </p>



<p><strong>05.09.23 &#8211; 21:31</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 264</p>



<p>Gedacht: Hm, ob ich das jetzt als so guten Stil erachte, sich selbst als Beispiel guten Stils zu zitieren&#8230;? Und der Abschnitt zu dem Beispiel über vietnamesische Geflüchtete macht mir etwas ungute Gänsehaut, auch, wenn er wohl nur paraphrasieren und interpretieren soll.</p>



<p><strong>10.09.23 &#8211; 12:06</strong></p>



<p>Gelesen: Das Mädchen und der Wolf von Fiona Drechsler &#8211; S. 195</p>



<p>Gedacht: Mittlerweile bin ich wirklich begeistert und gefesselt. Granny Annie muss einfach von Oma Slätberg inspiriert sein und ich finde Matteo so toll. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob er ein romantisches Interesse an Ruby haben könnte, aber die beiden haben eine so tolle Freundschaft, es kann auch gerne dabei bleiben. Und mittlerweile ist es wirklich spannend und die Charaktere sind immer greifbarer und echter geworden. Auch der Ort, an dem alles spielt.</p>



<p><strong>12:26 &#8211; S. 203</strong></p>



<p>Ohh, der Kuss zwischen den beiden ist schön erzählt. Consent kann so sexy sein!</p>



<p><strong>14:36 &#8211; Ende des Buches</strong></p>



<p>Wow. Es ist eine wunderschöne Liebesgeschichte mit einem ziemlich kitschigen Ende und im letzten Drittel wirklich ein Page-Turner. Ich bin auch ganz glücklich über das trotz vereintem Liebesglück recht offene Ende. Ich bin kein Fan von Happy Ends, die jede im Buch aufgestellte Frage beantworten, jeden Faden wieder aufrollen.</p>



<p>Ich frage mich zwar, was mit dem guten Ben passiert ist, aber ich mag, dass seine Funktion für Nikkis Entwicklung so implizit bleibt. Überhaupt eine schöne queere Liebesgeschichte und ein Fest für Fans von Märchen.</p>



<p></p>



<p>Gerade für ein Debüt im Selbstverlag, ist das Buch wirklich gut. Und eine super, leicht zu lesende Reiselektüre. </p>



<p>Herzlichen Glückwunsch, liebe Fiona!</p>



<p> </p>



<p>Unter diesem Link könnt ihr Fionas Buch bestellen: <a href="https://www.amazon.de/dp/B0BW9TPLMM/ref=nosim?tag=powerboxart16-21" target="_blank" rel="noopener">https://www.amazon.de/dp/B0BW9TPLMM/ref=nosim?tag=powerboxart16-21</a></p>



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		<title>Zeig mir ein Buch, das &#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie Wiegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Oct 2023 19:24:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesetagebuch]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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<div class="wp-block-kadence-accordion alignnone"><div class="kt-accordion-wrap kt-accordion-id1009_fbcebd-ed kt-accordion-has-2-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-arrow kt-accodion-icon-side-right" style="max-width:none"><div class="kt-accordion-inner-wrap" data-allow-multiple-open="false" data-start-open="0">
<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-1 kt-pane1009_083769-46"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">&#8230;dich wütend macht. </span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<p>Meinen ersten Zugang als Grundschülerin zu den Verbrechen der Nationalsozialist:innen hatte ich durch eine Ausstellung über Anne Frank und das Buch &#8222;Die Geschichte der Anne Frank&#8220;, herausgegeben vom Anne Frank Haus. Später habe ich auch das komplette Tagebuch gelesen. Ihre Geschichte und ihre Worte treffen mich bei jedem Lesen so heftig wie beim ersten Mal und machen mich nicht nur betroffen, sondern auch wütend. Anne Franks Tagebuch ist aber nicht nur eines der wichtigsten Zeitzeugnisse der Gräultaten des Dritten Reichs, sondern auch literarisch ein ganz besonderes Buch. </p>



<p>Mich berührt jedes Mal aufs Neue, wie reflektiert und tiefsinnig Anne schreibt ohne ihre jugendliche Leichtigkeit und Naivität zu verlieren. Und der Lauf der Dinge, der Zufall oder das Schicksal, wenn man daran glauben mag, lassen sie ihr Tagebuch so schreiben, dass es eine fast schon unheimlich gute Dramaturgie aufweist: Es beginnt im selben Jahr, in dem sich die Familie verstecken muss, und endet mit einer bedrückend beeindruckenden Reflexion darüber, was für ein Mensch Anne sein will &#8211; bedrückend, angesichts der Entdeckung der Untergetauchten drei Tage später, die letztendlich zu Annes Tod führt.</p>



<p>Die klaren Worte, mit denen Anne Frank ihre Gedankenwelt, ihre Wünsche, Ängste und Träume &#8211; ja, ganz besonders ihren Traum Schriftstellerin und Journalistin zu werden &#8211; beschreibt und dass ihr Leben, ihre Träume, ihr Talent diesem Menschheitsverbrechen zum Opfer fielen, das entfacht so eine Wut, stellvertretend für die Millionen von Leben, die die Nationalsozialist:innen auslöschten.</p>



<p>Es ist vielleicht nicht die überraschendste Buchempfehlung, aber eine umso wichtigere.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Einmal wird dieser schreckliche Krieg doch aufhören, einmal werden wir auch wieder Menschen und nicht allein Juden sein.</p>
<cite>Anne Frank, Tagebuch</cite></blockquote>



<p class="kt-adv-heading1009_3ee815-9a wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1009_3ee815-9a"></p>
</div></div></div>



<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-2 kt-pane1009_830279-f5"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">&#8230;100 Seiten kürzer hätte sein können und eines, das 100 Seiten länger sein könnte.</span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<p class="kt-adv-heading1009_61b2cd-b3 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1009_61b2cd-b3"><a href="https://powerboxart.de/achterbahn-der-gefuehle-leseabbruch-und-begeisterung-fuer-wissenschaftliche-lektuere-lesetagebuch-pt-10">Wer mein Lesetagebuch</a> über &#8222;Zusammen leben: Meine Rezepte gegen Kriminalität und Terror&#8220; vom belgischen Bürgermeister Bart Somers gelesen hat, hat mitbekommen, dass ich dieses Buch nach der Hälfte abgebrochen habe, weil ich da schon das Gefühl hatte, alles zum dritten Mal zu lesen. Das Buch hat 217 Seiten, eine Kürzung um 100 Seiten hätte also durchaus geholfen, es zumindest zu Ende zu lesen. Ich finde ja, ein ausführliches Interview zum Thema wäre die bessere Darstellungsform gewesen.</p>



<p>Ein Buch, das noch 100 Seiten zusätzlich gebrauchen könnte, ist mir tatsächlich nicht eingefallen. Natürlich gibt es Bücher, in deren Welt man so eintauchen kann, dass man sie nie wieder verlassen möchte. Trotzdem sind diese Bücher meistens so gut, weil sie einen guten Aufbau haben, und 100 Seiten zusätzlich würden im Zweifelsfall eher schaden. Das Gefühl, unbedingt mehr von dieser Welt zu brauchen, und um das Ende zu trauern, ist schließlich ein wirkliches Qualitätsmerkmal.</p>
</div></div></div>
</div></div></div>



<div class="wp-block-kadence-accordion alignnone"><div class="kt-accordion-wrap kt-accordion-id1009_8412bb-2e kt-accordion-has-2-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-arrow kt-accodion-icon-side-right" style="max-width:none"><div class="kt-accordion-inner-wrap" data-allow-multiple-open="false" data-start-open="0">
<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-1 kt-pane1009_8a0eca-6b"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">&#8230;viel zu selten empfohlen wird, du aber geliebt hast. </span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<div class="wp-block-kadence-column kadence-column1009_52dca9-07"><div class="kt-inside-inner-col">
<p class="kt-adv-heading1009_645074-6b wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1009_645074-6b">&#8222;Drachenreiter&#8220; von Cornelia Funke ist eine meiner großen Lieben in der Kinderliteratur. Eine Fantasygeschichte, die so liebevoll, warm und nahbar erzählt ist, dass es sich anfühlt, als müsse sie wahr sein. Wie in vielen Büchern von Cornelia Funke existiert diese Fantasie-Welt parallel zu unserer realen Welt und vermischt sich mit ihr. Drache Lung, Kobold Schwefelfell und später Menschenjunge Ben begeben sich auf die Suche nach dem Saum des Himmels, um die Drachen vor den Menschen in Sicherheit zu bringen. Sie stoßen dabei auf natürliche, fantastische und menschliche Gefahren und neue Freunde &#8211; ein fesselndes Abenteuer! Und, wie es charakteristisch für Cornelia Funke ist, beschreibt sie die Perspektive der Kinder einfühlsam und auf Augenhöhe. Ihre stimmigen und so treffenden Zeichnungen tragen ebenfalls dazu bei, dass man sich in diesem Buch herrlich verlieren kann.</p>
</div></div>
</div></div></div>



<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-2 kt-pane1009_13fed0-9c"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">&#8230;im Deutschen ein schöneres Cover hat als im Original. </span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<p class="kt-adv-heading1009_868273-ed wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1009_868273-ed">Eigentlich sind sich die Cover von &#8222;Die Welt wie wir sie kannten&#8220; und &#8222;Life as we knew it&#8220; von Susan Beth Pfeffer sehr ähnlich: Ein viel zu großer Mond hängt bedrohlich über einem kleinen Haus im Schnee. Ich bin generell kein großer Fan von den meisten britischen und amerikanischen Buchbindungen, ich finde, sie wirken oft billiger als die deutschen. Das ist auch der Unterschied zwischen den beiden: Das deutsche Cover wirkt liebevoller gestaltet, die Schwärze des Mondes und der weiße Schnee im Dunkeln spiegeln die beklemmende Düsternis dieses Katastrophenromans besser wider als der weiße Mond und der bläuliche Schnee auf dem amerikanischen Cover.</p>



<p>Abgesehen davon ist diese Buchreihe (im Englischen Last Survivors) ebenfalls eine unterschätzte Perle im Bücherregal. </p>



<p>Wie auf den Covern angedeutet, ist hier der Mond die Ursache für die Katastrophe: Durch einen Meteoriteneinschlag wird er näher an die Erde geschoben und löst durch die stärkere Anziehungskraft Naturkatastrophen aller Art aus. Die Asche der ausbrechenden Vulkane verdunkelt den Himmel und führt zu einem frühen, langen und harten Winter und natürlich &#8211; schließlich wurde es von einer Amerikanerin geschrieben &#8211; versinkt auch die Freiheitsstatue gemeinsam mit Teilen New Yorks in der extremen Flut. Ich liebe solche Katastrophengeschichten, vor allem, wenn sie nah an den Protagonist:innen sind und mehr Wert auf &#8222;alltägliche&#8220; Kämpfe und Lösungen legen als auf spektakuläre Rettungsaktionen. Besonders einprägsam sind mir diesbezüglich zwei Szenen in &#8222;Die Welt wie wir sie kannten&#8220;: ein intensiver Panik-Hamsterkauf im Supermarkt und das Leben im eingeschneiten Haus der Protagonisten-Familie. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p></p>



<p>I feel myself shriveling along with my world, getting smaller and harder. I&#8217;m turning into a rock, and in some ways that&#8217;s good, because rocks last forever. But if this is how I&#8217;m going to last forever, then I don&#8217;t want to.</p>
<cite>Susan Beth Pfeffer, Life as we knew it</cite></blockquote>



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</div></div></div>



<div class="wp-block-kadence-accordion alignnone"><div class="kt-accordion-wrap kt-accordion-id1009_b890e5-3f kt-accordion-has-2-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-arrow kt-accodion-icon-side-right" style="max-width:none"><div class="kt-accordion-inner-wrap" data-allow-multiple-open="false" data-start-open="0">
<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-1 kt-pane1009_4fde35-84"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">&#8230;sprachlich wunderschön ist. </span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<p class="kt-adv-heading1009_e4dbf9-32 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1009_e4dbf9-32">In dieser Kategorie ist eine Krimi-Reihe vielleicht nicht die naheliegendste Antwort. Doch was Gil Ribeiro, alias Holger Karsten Schmidt, in der &#8222;Lost in Fuseta&#8220;-Reihe macht, ist mehr als wirklich gute Unterhaltung. Es sind nicht der kreative Plot, einen deutschen Austauschkomissar mit Asperger-Autismus an die portugiesiche Algarve zu schicken und dort heimisch werden zu lassen, auch nicht die detailreich recherchierten Kriminalfälle, die immer wieder mit spannenden Wendungen und aufregenden Showdowns glänzen, die die Bücher zu Pageturnern und wahren Schätzen meines Bücherregals machen. Es ist die Sprache, mit der Ribeiro liebevoll die Algarve beschreibt, ihren Himmel, ihre Natur, ihre Menschen. Es sind die fein ausgearbeiteten Charaktere, die einem mit ihren Macken und Stärken ans Herz wachsen. Man meint sie vor sich zu sehen in Fleisch und Blut, sie so gut zu kennen als seien sie alte Freunde. Es ist der Humor, mit dem er diese Menschen beschreibt in den kleinen und großen Situationen des Lebens. </p>



<p>Für all das findet Ribeiro immer wieder unverbrauchte Worte, die das vermeintlich Selbstverständliche neu betrachten und erzählen. Poetisch schön ohne damit prahlen oder es auch nur hervorheben zu wollen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Neben ihr saß ihr Kollege Carlos Esteves in einem beigen, wie immer zerknitterten Leinenjackett und knabberte an einem Hähnchenspieß, die Sonnenbrille ins halblange, lockige Haar geschoben. Er hatte aufgehört, sich bei den Überholmanövern Gracianas Sorgen um seine nähere Zukunft zu machen. Irgendwie hatte sie es immer fertiggebracht, sie lebend da durchzubringen. Und wenn er sterben sollte, weil er an ihrer Seite verunglückte, dann wenigstens mit einem nichts ahnenden Lächeln und etwas zu essen in der Hand. Es gab schlimmere Möglichkeiten zu sterben. </p>
<cite>Gil Ribeiro, Lost in Fuseta Spur der Schatten</cite></blockquote>
</div></div></div>



<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-2 kt-pane1009_05ca12-d5"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">&#8230;nicht deine Erwartungen erfüllt hat. </span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<p class="kt-adv-heading1009_a846ed-a7 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1009_a846ed-a7">Vielleicht muss ich diesem Buch noch einmal eine Chance geben. Aber es hatte beste Startbedingungen: Ich wollte &#8222;Tintenherz&#8220; lieben. Weil ich Cornelia Funke liebe, weil ich Bücher liebe, weil es nur gut werden kann, wenn Cornelia Funke über Bücher schreibt. Aber es ist eines dieser Bücher geworden, bei denen sich nie ein Lesefluss ergibt. Man macht längere Pausen, blättert beim nächsten Anlauf etwas zurück, schafft es nicht einmal so weit, wie man schon einmal war, und pausiert wieder. Am Ende kommt man vielleicht sogar durch, aber erinnert sich kaum an etwas, weil die vielen Pausen und teilweisen Revisionen die Geschichte zerhackt und zerrüttelt haben.</p>



<p>Es ist schon eine Weile her, dass ich dieses unerfreuliche Erlebnis mit &#8222;Tintenherz&#8220; hatte. Ich erinnere mich daran, dass ich immer das Gefühl hatte, es mögen zu müssen, es steckt zweifelsohne eine warme Liebe für Bücher darin und auch viele schöne Worte und Zitate. Aber so intensiv wie Meggie in die Geschichte eintaucht, so fern ist sie mir immer geblieben. </p>
</div></div></div>
</div></div></div>



<div class="wp-block-kadence-accordion alignnone"><div class="kt-accordion-wrap kt-accordion-id1009_ae8fb9-74 kt-accordion-has-2-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-arrow kt-accodion-icon-side-right" style="max-width:none"><div class="kt-accordion-inner-wrap" data-allow-multiple-open="false" data-start-open="0">
<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-1 kt-pane1009_ce28d5-74"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">&#8230;du nicht mehr aus der Hand legen konntest. </span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<p class="kt-adv-heading1009_cad467-99 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1009_cad467-99">An manchen Büchern bleibt die Erinnerung, wo und wann man sie gelesen hat, haften. &#8222;Als gäbe es einen Himmel&#8220; von Els Beerten habe ich zu Beginn des Teenageralters krank im Bett gelesen. Ich vermute, dass ich nicht alle 615 Seiten auf einen Schlag gelesen habe. Aber ich erinnere mich, dass ich ab irgendeinem Punkt fiebrig &#8211; nicht mehr von der Krankheit, sondern von der Anziehungskraft dieses Buches &#8211; im Bett saß und Kapitel für Kapitel verschlungen habe. Das Buch hat einen solch bleibenden Eindruck hinterlassen, dass ich es sogar in einen Vortrag in der Schule eingebracht habe.</p>



<p>Es erzählt die Geschichte zweier Freunde, die Helden werden wollen. Kriegshelden im zweiten Weltkrieg, als Teil einer flämischen Spezialarmee, die an der Seite der Deutschen an der Ostfront kämpft. Es erzählt aber auch die Geschichte von Renée, die den Freund ihres Bruders liebt, und zusehen muss, wie er in den Krieg zieht.</p>



<p>Diese Geschichte entfaltet sich nur langsam vor den Augen der Lesenden anhand verschiedener Perspektiven und Zeitstränge, nicht chronologisch, sondern wie ein Origami-Schwan, der von verschiedenen Seiten aus auseinander gefaltet wird und nach und nach offenbart, wie er entstanden ist.</p>
</div></div></div>
</div></div></div>



<div class="wp-block-kadence-accordion alignnone"><div class="kt-accordion-wrap kt-accordion-id1009_314e60-68 kt-accordion-has-3-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-arrow kt-accodion-icon-side-right" style="max-width:none"><div class="kt-accordion-inner-wrap" data-allow-multiple-open="false" data-start-open="0">
<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-1 kt-pane1009_55389a-a2"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">&#8230;dich an dein eigenes Leben erinnert. </span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<p class="kt-adv-heading1009_4c8b42-dd wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1009_4c8b42-dd">Die Lola-Reihe von Isabel Abedi ist meiner Erfahrung nach eine der wenigen Reihen, die nicht nur die Qualität im Laufe der 9 Bände aufrecht erhält, sondern die sogar immer besser geworden ist. Isabel Abedi ist, ähnlich wie Cornelia Funke, sehr nah an ihren jungen Protagonistinnen. Nicht nur die Charaktere, auch ihre Geschichten sind auf Augenhöhe mit der Lebenswelt der Zielgruppe. Ob Sängerin, Journalistin, Detektivin, Schauspielerin, Tierretterin, Hochzeitsplanerin, Babysitterin, Sterneköchin oder Schriftstellerin &#8211; Lola träumt so groß, wie es vielleicht nur Kinder können, und tut alles, um ihre Träume zu verwirklichen. Sie kommt diesen Träumen auch näher &#8211; aber eben in der wirklichen Welt. Und das mit so viel Echtheit, Witz und Gefühl, das man schnell vom Lola-Zauber erfasst wird und ein wenig vom Glitzer der Einbände auch in seinem Leben verteilen möchte. Denn große Träume, die sich im Kleinen verwirklichen, sind manchmal noch viel schöner als die großen Luftschlösser.</p>



<p>Und so hat mich Lolas Familiengeschichte mit dem brasilianischen Papai, von dem sie ihre Locken und ihr Temparament hat, und der deutschen Mama, von der die helle Haut und die blonden Haare kommen, irgendwann inspiriert Portugieisch zu lernen und das Land wiederzuentdecken, in dem ich prägende Zeiten meiner Kindheit verbracht habe.</p>



<p>Diese Familienkonstellation, die noch davon gekrönt wird, dass Lolas Tante jünger ist als sie selber, und Oma und Opa eine etwas andere Rolle als gewöhnlich einnehmen, ist so liebevoll erzählt, dass man eigentlich in jedem Alter etwas davon mitnehmen kann. Wenn Kinderbücher Kinder ernstnehmen und ihnen komplexe Gedanken- und Gefühlswelten zutrauen, springt eigentlich auch immer ein gutes Buch für Erwachsene dabei heraus. Und das tut &#8222;Lola&#8220; definitiv.</p>



<figure class="wp-block-kadence-image kb-image1009_1af848-67 size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="770" height="578" src="https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_154046-scaled-e1696619949794-1024x768.webp?resize=770%2C578&#038;ssl=1" alt="" class="kb-img wp-image-1032" srcset="https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_154046-scaled-e1696619949794.webp?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_154046-scaled-e1696619949794.webp?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_154046-scaled-e1696619949794.webp?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_154046-scaled-e1696619949794.webp?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_154046-scaled-e1696619949794.webp?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_154046-scaled-e1696619949794.webp?resize=600%2C450&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_154046-scaled-e1696619949794.webp?w=2310&amp;ssl=1 2310w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></figure>
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<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-3 kt-pane1009_04b198-0b"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">&#8230;gut ist, aber kein schönes Cover hat.</span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<p class="kt-adv-heading1009_3ef90e-a4 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1009_3ef90e-a4">Ehrlich gesagt sind hier sowohl Titel als auch Cover kein Meisterwerk, sondern erfüllen fantasielos Klischees. Hinter &#8222;Missing. New York.&#8220; versteckt sich aber eine spannende Suche nach einem siebenjährigen Mädchen in &#8211; Überraschung! &#8211; New York City. Ich habe diesen Thriller mit 16 gelesen und erinnere mich nicht mehr an alle Details, aber ich war auf jeden Fall gefesselt. Aus heutiger Sicht bin ich nicht ganz sicher, ob das daran lag, dass ich noch recht unerfahren mit dem Genre war. Ein kurzes Blättern zur Auffrischung ergab das Gefühl, dass auf jeden Fall ein spannender Plot sprachlich eindrucksvoll erzählt wird. Der Hauptcharakter, der hier direkt im Auftakt für eine ganze Reihe eingeführt wird, erscheint mir aber doch sehr stereotyp. Der harte Mann mit dem weichen Herz für Frauen und Mädchen im Kampf gegen das Unrecht &#8211; ich weiß nicht, ob mir das heute noch so gut gefallen würde. Allerdings würden dann die Cover-Klischees wieder Sinn ergeben. Naja.  </p>



<figure class="wp-block-kadence-image kb-image1009_6909dd-60 size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="770" height="578" src="https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_154117-scaled-e1696620005814-1024x768.webp?resize=770%2C578&#038;ssl=1" alt="" class="kb-img wp-image-1029" srcset="https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_154117-scaled-e1696620005814.webp?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_154117-scaled-e1696620005814.webp?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_154117-scaled-e1696620005814.webp?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_154117-scaled-e1696620005814.webp?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_154117-scaled-e1696620005814.webp?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_154117-scaled-e1696620005814.webp?resize=600%2C450&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_154117-scaled-e1696620005814.webp?w=2310&amp;ssl=1 2310w" sizes="(max-width: 770px) 100vw, 770px" /></figure>
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<div class="wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-2 kt-pane1009_ea767f-e3"><div class="kt-accordion-header-wrap"><button class="kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show"><span class="kt-blocks-accordion-title-wrap"><span class="kt-blocks-accordion-title">&#8230;part of your personality ist. </span></span><span class="kt-blocks-accordion-icon-trigger"></span></button></div><div class="kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden"><div class="kt-accordion-panel-inner">
<p class="kt-adv-heading1009_52f86f-7a wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1009_52f86f-7a">Dieses Buch ist so sehr Teil meiner Persönlichkeit, dass es im Begriff ist, sich gänzlich aufzulösen und in mir aufzugehen &#8211; oder so. Es handelt sich um Weltliteratur, die tiefgründigen Schlüsselcharaktere sind Mama, Papa und Bobo Siebenschläfer. Dieses Buch hat meine Liebe zum Lesen erweckt, mehrere Reisen in die Tropen überlebt, obwohl die Seiten von der Luftfeuchtigkeit aufgequollen sind, ich habe es nahezu auswendig gelernt und meine ersten linguistischen Übungen damit veranstaltet: Was passiert, wenn man jeden Satz verneint? Was macht unterschiedliche Betonung mit Sätzen? Kann man eine Geschichte rückwärts erzählen? Ich war so begeistert, dass mir meine Mutter schwören musste, sie hätte mich &#8222;Bobo&#8220; genannt, wenn sie das Buch schon vorher gekannt hätte. Zum Glück etablierte sich mein Wunsch-Künstlername nicht, heißt &#8222;bobo&#8220; auf portugiesisch doch so viel wie &#8222;Narr, Tölpel&#8220;. Das wäre doch etwas zu viel Eingriff in meine Persönlichkeit gewesen.</p>



<figure class="wp-block-kadence-image kb-image1009_73dd86-6e size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="770" height="578" src="https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_153838-scaled-e1696620053362-1024x768.webp?resize=770%2C578&#038;ssl=1" alt="" class="kb-img wp-image-1031" srcset="https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_153838-scaled-e1696620053362.webp?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_153838-scaled-e1696620053362.webp?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_153838-scaled-e1696620053362.webp?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_153838-scaled-e1696620053362.webp?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_153838-scaled-e1696620053362.webp?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_153838-scaled-e1696620053362.webp?resize=600%2C450&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/powerboxart.de/wp-content/uploads/2023/10/IMG_20231005_153838-scaled-e1696620053362.webp?w=2310&amp;ssl=1 2310w" sizes="auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px" /></figure>
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		<title>Ein Wolf im modernen Märchen und einer im Kampf &#8211; gegen den Schachtelsatz &#8211; Lesetagebuch Pt. 14</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie Wiegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Sep 2023 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesetagebuch]]></category>
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					<description><![CDATA[08.08.23 &#8211; 10:57 Gelesen: Das Mädchen und der Wolf von Fiona Drechsler &#8211; S. 9 Gedacht: Ein Hinweis vorab: Die Autorin ist eine gute Freundin von mir und das Buch ist ihr Debut im Selbstverlag. Das beeinflusst die Bewertung natürlich ein wenig. Mir gefällt auf jeden Fall die Anlehnung an das Märchen. Ich bin gespannt, [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>08.08.23 &#8211; 10:57</strong></p>



<p>Gelesen: Das Mädchen und der Wolf von Fiona Drechsler &#8211; S. 9</p>



<p>Gedacht: Ein Hinweis vorab: Die Autorin ist eine gute Freundin von mir und das Buch ist ihr Debut im Selbstverlag. Das beeinflusst die Bewertung natürlich ein wenig.</p>



<p>Mir gefällt auf jeden Fall die Anlehnung an das Märchen. Ich bin gespannt, wie das im Laufe des Buches umgesetzt wird.</p>



<p>S. 14</p>



<p>Es ist wirklich lustig, wenn man aus einigen Formulierungen den Tonfall seiner Freundin heraus liest!</p>



<p><strong>09.08.23 &#8211; 11:09</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 170</p>



<p>Gedacht: Die Negativ-Beispiele für Schachtelsätze sind wahnwitzig. Hier kann ich mit seinem Spott auch mehr anfangen, er wird seltener so extrem ausfällig. Ich frage mich einfach, warum man das so emotional angehen muss. Er wäre viel überzeugender, wenn er seine vielen guten Argumente sachlicher aufzählen würde. Unterhaltsam gestalten könnte man das Ganze ja trotzdem. Aber vielleicht mehr mit einem Augenzwinkern, das sich bewusst ist, dass schöne Sprache in vielen Fällen auch subjektiv ist.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p></p>



<p>Das ist ein Satz wie &#8222;Der Weltuntergang, bei dem fünf Milliarden Menschen eines elenden Todes starben, hat auch in Oggersheim große Beachtung gefunden.&#8220;</p>
<cite>Wolf Schneider, Deutsch für Kenner</cite></blockquote>



<p><strong>13.08.23 &#8211; 21:13</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 191</p>



<p>Gedacht: Jetzt möchte er anscheinend doch einen Sprachwandel herbeiführen &#8211; durch eine aktive Änderung des Sprachgebrauchs. Interessant. Und das auch noch bei diesem vorgezogenen Verb, das ich meistens so hässlich finde&#8230; Ich verstehe seine Argumentation, aber in der Mehrheit der Fälle ist es echt nicht schön&#8230; Okay, ich akzeptiere das, wenn es mir dann ein paar Sturköpfe gleich tun, und ein bisschen (er sagt ja selbst, jedes 2. Mal reicht) ihres Sprachgefühls gegen gute Argumente eintauschen: Jedes 2. Mal gendern, okay?</p>



<p>Gelesen: Das Mädchen und der Wolf von Fiona Drechsler &#8211; S. 32</p>



<p>Gedacht: Ich mag, dass es so viele weibliche Charaktere gibt. Und das Märchenhafte, dass die Geschichte so zeitlos ist, überall und nirgendwo spielen könnte.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p></p>



<p>&#8222;Ja&#8220;, stimmte sie ihr also zu. &#8222;Ich bleibe auf meinem Weg. Mach dir keine Sorgen um mich.&#8220; Und damit begann ein Jahr voller Lügen und Geheimnisse.</p>
<cite>Fiona Drechsler, Das Mädchen und der Wolf</cite></blockquote>



<p><strong>15.08.23 &#8211; 14:14</strong></p>



<p>Gelesen: Das Mädchen und der Wolf von Fiona Drechsler &#8211; S. 39</p>



<p>Gedacht: Man merkt, dass es ihr erstes Buch ist und das ist auch in Ordnung. Aber ich mag den Spannungsaufbau, die Zeitlosigkeit und, dass Ruby &#8222;Sag mir, wo die Blumen sind&#8220; singt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p></p>



<p>Sie musste weiter. Sie wollte weiter. Zu Grannys Haus, ihren Fuß trocknen und sich an die Arbeit machen. Gut, vielleicht wollte sie größtenteils ihren Fuß trocknen.</p>
<cite>Fiona Drechsler, Das Mädchen und der Wolf</cite></blockquote>



<p><strong>20.08.23 &#8211; 21:25</strong></p>



<p>Gelesen: Das Mädchen und der Wolf von Fiona Drechsler &#8211; S. 43</p>



<p>Gedacht: Ein, zwei Stellen gibt es bis jetzt, bei denen ich hoffe, dass sie noch erklärt werden, sonst wären das tote Enden. Aber ich vermute, dass sich noch vieles aufklärt. </p>



<p><strong>Nachtrag, 20.09.23 &#8211; 15:03</strong></p>



<p>Ich weiß jetzt, dass das Buch als Auftakt einer Reihe geplant ist. Einige Handlungsstränge sind deshalb noch nicht zu Ende geführt.</p>



<p><strong>21.08.23 &#8211; 11:54</strong></p>



<p>Gelesen: Das Mädchen und der Wolf von Fiona Drechsler &#8211; S. 45</p>



<p>Gedacht: Witzig, ein zeitloses Setting, in dem es Taylor Swift und Elvis Presley gibt.</p>



<p><strong>24.08.23 &#8211; 20:56</strong></p>



<p>Gelesen: Das Mädchen und der Wolf von Fiona Drechsler &#8211; S. 64</p>



<p>Gedacht: Das Setting ist wirklich witzig, weil man es so gar nicht verorten kann. Sprachlich sagt mir der Stil an der einen oder anderen Stelle nicht so zu, aber an anderen Passagen passt er perfekt. Die Sprache ist auf jeden Fall sehr konkret, man hat eindeutige, echte Situationen vor Augen.</p>



<p><strong>27.08.23 &#8211; 14:00</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 213</p>



<p>Gedacht: Er zitiert auch wirklich inhaltlich fragwürdige Aussagen. Aber es ist viel angenehmer, wenn er den Fokus mal auf das legt, was er will, und nicht, was er nicht will.</p>



<p><strong>28.08.23 &#8211; 13:47</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 228</p>



<p>Gedacht: Seine Beispiele für Nazi-Sprache überraschen mich immer wieder. Eine sehr kurze Google-Recherche hat zum Wort &#8222;Einsatz&#8220; nichts zu Tage gebracht, aber es gibt <a href="https://www.bpb.de/themen/parteien/sprache-und-politik/42759/vokabeln-im-nationalsozialismus/" target="_blank" rel="noopener">eine interessante Seite von der bpb zum Thema Nazi-Vokabular.</a> Wobei man gerade bei semantischen Umdeutungen schon diskutieren kann, ob man die alle restlos streichen muss. Ich wusste auch nicht, dass &#8222;Kulturschaffende&#8220; eine NS-Neubildung war.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Hauptsätze wie <em>Pfeile</em>, unterbrochen durch Nebensätze wie <em>Kaskaden</em> &#8211; das sind die beiden elegantesten und ergiebigsten Satzmodelle deutscher Sprache.</p>
<cite>Wolf Schneider, Deutsch für Kenner</cite></blockquote>



<p><strong>20:00</strong></p>



<p>Gelesen: Das Mädchen und der Wolf von Fiona Drechsler &#8211; S. 79</p>



<p>Gedacht: Es sind so schöne kleine Beobachtungen in der Erzählung, das ist toll. Und bis jetzt mag ich auch die Art, wie die sich anbahnende Liebesgeschichte erzählt wird. Weiter so, Fiona! <img alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f600.png" consent-required="420" consent-by="services" consent-id="421"/></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>  </p>



<p>Er saß auf der anderen Seite des Stammes, ihre beiden Äste waren einander zugewandt, so als ob der Baum nur dafür gewachsen war, dass sie beide hier oben sitzen und sich ansehen konnten.</p>
<cite>Fiona Drechsler, Das Mädchen und der Wolf</cite></blockquote>



<p></p>



<p>Unter diesem Link könnt ihr Fionas Buch bestellen: <a href="https://www.amazon.de/dp/B0BW9TPLMM/ref=nosim?tag=powerboxart16-21" target="_blank" rel="noopener">https://www.amazon.de/dp/B0BW9TPLMM/ref=nosim?tag=powerboxart16-21</a></p>



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		<title>Hunger nach Spannung und elliptische Scheiße &#8211; Lesetagebuch Pt. 13</title>
		<link>https://powerboxart.de/hunger-nach-spannung-und-elliptische-scheisse-lesetagebuch-pt-13</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie Wiegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Sep 2023 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesetagebuch]]></category>
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					<description><![CDATA[04.07.23 &#8211; 21:39 Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider Gedacht: Inhaltlich ist das ja wirklich gut, was er da macht und ich würde allen, die schreiben, ein solches Buch empfehlen. Aber das sprachkritische Gepolter kann man getrost überblättern und sich den Rest als Checkliste raus schreiben. 06.07.23 &#8211; 10:57 Gelesen: Deutsch für Kenner von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>04.07.23 &#8211; 21:39</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider</p>



<p>Gedacht: Inhaltlich ist das ja wirklich gut, was er da macht und ich würde allen, die schreiben, ein solches Buch empfehlen. Aber das sprachkritische Gepolter kann man getrost überblättern und sich den Rest als Checkliste raus schreiben.</p>



<p><strong>06.07.23 &#8211; 10:57</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider</p>



<p>Gedacht: Es macht mich völlig fertig, dass da ein Grammatikfehler an einer Stelle ist, die sich darüber entrüstet, dass jemand der deutschen Sprache nicht mächtig sei.</p>



<p><strong>16.07.23 &#8211; 12:01</strong></p>



<p>Gelesen: Verstand und Gefühl von Jane Austen &#8211; S. 333</p>



<p>Gedacht: Als Einblick in das Leben von Frauen zur Zeit Jane Austens und ihre spitzzüngige Meinung dazu, ist das Buch sehr gut. Als spannende oder besonders interessante Geschichte fällt es durch.</p>



<p><strong>15:59 &#8211; S. 344</strong></p>



<p>Endlich ein bisschen Drama! Aber es reißt mich einfach nicht wirklich mit. Mir bleiben alle Figuren sehr fern.</p>



<p><strong>18.07.23 &#8211; 23:28 </strong></p>



<p>Gelesen: Verstand und Gefühl von Jane Austen &#8211; S. 360</p>



<p>Gedacht: Man freut sich hier wirklich über jeden Funken Spannung. Viel mehr als eine Gesellschaftsstudie ist es nicht&#8230;</p>



<p><strong>20.07.23 &#8211; 21:01 </strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 104</p>



<p>Gedacht: Im Kapitel über Fremdwörter zeigt er, dass er auch anders kann: angenehm, mit dem Positiven zuerst, geradezu vermittelnd. Über einzelne Argumente und Beispiele kann man streiten, aber endlich fühle ich mich nicht angeschrien. Und das bei diesem Thema!</p>



<p><strong>21.07.23 &#8211; 15:35</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 116</p>



<p>Gedacht: Ich kann gar nicht so viel zu Deutsch für Profis hinzufügen. Bin gespannt, ob noch neue Aspekte dazu kommen.</p>



<p><strong>27.07.23 &#8211; 19:55</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 134</p>



<p>Gedacht: Entweder ist er hier ein wenig zahmer oder ich bin langsam an seine Art gewöhnt.</p>



<p><strong>23:53</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 137</p>



<p>Gedacht: Ähm? &#8222;Spasti&#8220; und &#8222;Grufti&#8220; als schlimmste Auswüchse der Jugendsprache, die &#8222;die anderen&#8220; beschimpfen und ausgrenzen, aber &#8222;schamlos ist die Hure&#8220; ist okay? Nicht, dass ich stigmatisierende Beleidigungen gut finde, aber warum ist bei Frauen okay, was bei behinderten Menschen nicht okay ist?</p>



<p><strong>28.07.23 &#8211; 09:14</strong></p>



<p>Gelesen: Verstand und Gefühl von Jane Austen &#8211; S. 391</p>



<p>Gedacht: Man schnappt wirklich hungrig nach jedem bisschen Spannung. Ich weiß nicht, woran es liegt, dass ich immer noch lese. Klar, man kommt über 300 Seiten schon irgendwie in dieser Welt an und interessiert sich für ihre Bewohnerinnen. Es bleibt gleichzeitig aber immer ziemlich viel Distanz zu den Protagonistinnen. Ein komischer Aspekt der Geschlechterbilder zu dieser Zeit ist auch, dass die Frauen wirklich nur herumsitzen und Spielball irgendwelcher Männer sind, die heiraten, nicht heiraten oder ihre Liebe gestehen. Ich glaube, die Distanz entsteht auch einfach durch das Alter des Buches. Ich glaube aber, Jane Austen konnte mehr. Sie ertränkt ihre spitze Zunge und ihre aufmerksamen Beobachtungen in einem Meer aus Bandwurmsätzen, die sich um echte Handlung und erfahrbare Emotionen winden.</p>



<p>Vielleicht liegt es auch daran, dass Verstand und Gefühl ihr erster Roman ist. Aber Lust, Stolz und Vorurteil oder Emma zu lesen, habe ich wirklich nicht bekommen.</p>



<p>Ende des Buches: Wahrscheinlich überlese ich den Großteil ihrer Ironie. Wahrscheinlich bräuchte ich eine ordentliche literaturgeschichtliche Einordnung. Der Lebenslauf am Ende ist interessant, einige Namen und Orte kennt man aus dem Roman. Aber glücklich bin ich mit dem Ende nicht. Es macht schnell jegliche Spannung platt, die Auflösung selbst ist auch ziemlich platt&#8230; Ich zolle dem Ganzen seinen Respekt in der Literaturgeschichte, aber ein Lesegenuss war es nicht. Die Schwesternliebe zwischen Elinor und Marianne ist schön beschrieben. Auch wenn die arme Margaret eigentlich überhaupt keine Rolle spielt. Kein Wunder hieß die erste Fassung &#8222;Elinor und Marianne&#8220;&#8230;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Da möchte man, mit einer grammatisch wie stilistisch bedenklichen Ellipse, &#8222;Scheiße!&#8220; rufen.</p>
<cite>Wolf Schneider, Deutsch für Kenner</cite></blockquote>



<p><strong>06.08.23 &#8211; 13:40</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner von Wolf Schneider &#8211; S. 158</p>



<p>Gedacht: Bei den langen Sätzen hat er mich ja wieder. Da sind sein Spott und Ärger auch angebracht und angemessen.</p>
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		<title>Jane Austen versus Wolf Schneider und viel feministisches Gemecker &#8211; Lesetagebuch Pt. 12</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonie Wiegel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Aug 2023 19:36:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lesetagebuch]]></category>
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					<description><![CDATA[10.06.23 &#8211; 00:59 Gelesen: Deutsch für Kenner: Die neue Stilkunde von Wolf Schneider Gedacht: Ja, noch ein Buch von ihm. Ich wurde ausreichend von meiner Familie ausgestattet. Er ist hier genauso bissig und ich finde es genauso unangenehm. Aber ja, ich stimme ihm zu, dass Sprache immer relevanter und auch einfach immer mehr wird. 12.06.23 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>10.06.23 &#8211; 00:59</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner: Die neue Stilkunde von Wolf Schneider</p>



<p>Gedacht: Ja, noch ein Buch von ihm. Ich wurde ausreichend von meiner Familie ausgestattet. Er ist hier genauso bissig und ich finde es genauso unangenehm. Aber ja, ich stimme ihm zu, dass Sprache immer relevanter und auch einfach immer mehr wird.</p>



<p><strong>12.06.23 &#8211; 08:16</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner: Die neue Stilkunde von Wolf Schneider</p>



<p>Gedacht: Dieses Rumgepoltere über die Zerstörung der deutschen Sprache am Anfang zur Legitimisierung des Buches nervt echt. Ich finde das weder witzig, noch gibt es mir irgendetwas, noch hilft es weiter.</p>



<p><strong>10:37</strong></p>



<p>Gelesen: Gefühl und Verstand von Jane Austen</p>



<p>Gedacht: Wenn sich damals erwachsene Menschen wirklich bezüglich Beziehungen wie 12-jährige verhalten haben, muss das eine schreckliche Zeit gewesen sein.</p>



<p><strong>13.06.23 &#8211; 12:01</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner: Die neue Stilkunde von Wolf Schneider</p>



<p>Gedacht: Er hat ja (mit dem meisten) Recht und seine Negativ-Beispiele sind oft wirklich katastrophal in puncto Verständlichkeit und gleichen das nicht durch sprachliche Schönheit aus. Es ist einfach sein Ton. Ich fühle mich permanent von einem stereotypen Boomer angebrüllt. </p>



<p>Ich weiß nicht, warum man so persönlich angefasst sein muss von schlechtem Sprachstil statt einfach nüchtern zu betrachten und die Beispiele und Verbesserungsvorschläge für sich sprechen zu lassen. Und Lob und Kritik verteilt er eben auch sehr einseitig. Ich würde mich über das ein oder andere Positiv-Beispiel aus der &#8222;aktuellen&#8220; Presse freuen. Und nicht alles, was früher geschrieben wurde, war gut. Ich trage ein gewisses Trauma von Gottfried Kellers Bandwurmsätzen in <em>Kleider machen Leute</em> mit mir.</p>



<p><strong>14.06.23 &#8211; 17:45</strong></p>



<p>Gelesen: Gefühl und Verstand von Jane Austen</p>



<p>Gedacht: Oh Gott, Thema Bandwurmsätze. Der zu Beginn des 22. Kapitels geht über 14 Zeilen! Hilfe. Mein Keller-Trauma.</p>



<p>Und es geht so weiter. Fällt mir das jetzt erst auf oder wird es erst so schlimm?</p>



<p>Oh, jetzt passiert zumindest mal ein bisschen was&#8230;</p>



<p><strong>15.06.23 &#8211; 09:47</strong></p>



<p>Gelesen: Gefühl und Verstand von Jane Austen</p>



<p>Gedacht: Es ist schon lustig, parallel Schneiders Sprachkritik und Austens Bandwurmsätze zu lesen. Naja, er erwähnt sie ja auch nicht als Positiv-Beispiel&#8230; Aber endlich gibt es ein bisschen Drama. Es hebt sich zwar nur durch die Sprache von einer gemeinen Schnulze ab, aber wenigstens passiert jetzt etwas. Auch wenn ich diese distanzierte Darstellung von Liebe immer noch sehr befremdlich finde&#8230;</p>



<p>Und noch befremdlicher und unangenehmer ist, dass &#8222;raffiniert&#8220; mal eine Beleidigung für Frauen war&#8230;</p>



<p><strong>21.06.23 &#8211; 08:53</strong></p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner: Die neue Stilkunde von Wolf Schneider</p>



<p>Gedacht:  Das Buch ist auch schon ziemlich alt. Das erklärt vielleicht &#8211; aber entschuldigt nicht &#8211; die Ausdrucksweise &#8222;Schamlos ist die Hure&#8220;. Warum nur mag ich den Umgangston dieser Bücher nicht&#8230; Tipps zum guten, verständlichen und &#8222;schönen&#8220; (ist ja auch sehr subjektiv) Schreiben wären doch auch ohne diesen aggressiven Grundton möglich&#8230;</p>



<p>Seine Spitzfindigkeit stachelt mich an: Schweigend sei man nur in der Lage zu lügen, indem man heuchelnde Mimik oder Gestik nutze. Mir ist zuerst die Gebärdensprache eingefallen, aber da kann man über den Begriff des Schweigens streiten. Schweigen beschreibt der Duden mit Nicht-Sprechen und Gebärdensprache ist ja das Pendant zur mündlichen Sprache. Aber man kann ja wohl schriftlich lügen! Und schweigend zu schreiben ist in meiner Welt kein Gegensatz. </p>



<p>Naja, eigentlich bin ich nicht so kleinkariert, aber der Mann macht mich aggressiv, aller seiner klugen Worte zum Trotz. Allerdings finde ich es witzig, dass er sich im Rahmen seines Hasses auf wissenschaftlichen Jargon so an den Soziologen aufgehängt. Als Sprachwissenschaftlerin, die sich regelmäßig mit der Soziologie auseinandersetzen muss, stimme ich ihm zu. Die Soziologen sind im Feld der unverständlichen Wissenschaftssprache die Schlimmsten.</p>



<p><strong>03.06.23 &#8211; 10:46 </strong></p>



<p>Gelesen: Gefühl und Verstand von Jane Austen</p>



<p>Gedacht: So ab der Hälfte wird die Geschichte wirklich interessant. Aber der Anfang ist sehr zäh. Und ich liebe es, wie Wein einfach DAS Allheilmittel ist <img alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f600.png" consent-required="420" consent-by="services" consent-id="421"/></p>



<p><strong>12:01</strong></p>



<p>Höflichkeit war damals so ein krass anderes Konzept als heute. Und es macht mich kirre, dass diese Frauen nichts anderes tun, als Tee trinken, Karten spielen und über Männer reden. Für dieses Buch muss der Bechtel-Test erfunden worden sein.</p>



<p><strong>21:47</strong></p>



<p>Ihre spitze Zunge ist echt gut.</p>



<p>Gelesen: Deutsch für Kenner: Die neue Stilkunde von Wolf Schneider</p>



<p>Gedacht: &#8222;Wer&#8217;s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er&#8217;s klar sagen kann&#8220;, das gefällt mir. Auch und vielleicht gerade weil diese Regel nicht unbedingt meiner Natur entspricht.  Ist aber auch von Karl Popper, nicht von Schneider, Von E.B. White gibt es hier auch noch ein gutes Zitat zum Stil.</p>
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