30.03.23 – 20:04
Gelesen: Zusammen leben von Bart Somers
Gedacht: Der Punkt der größeren ethnischen Diversität bei der Polizei ist gut. Ich würde mich generell für die Vertretung von möglichst vielen diskriminierten Gruppen aussprechen.
Ich kenne das Original nicht und spreche genauso viel oder wenig Niederländisch wie die meisten Deutschen, die nur mal Urlaub in Amsterdam gemacht haben. Trotzdem bin ich mir sehr sicher, dass es die bessere Übersetzungsentscheidung gewesen wäre, hier „Jungs“ statt „Typen“ zu schreiben…
06.04.23 – 00:14
Gelesen: Zusammen leben von Bart Somers
Gedacht: Zwei sehr schöne Gedanken: Erstens, dass sich alle Menschen, mit und ohne Migrationsgeschichte, in die neue, „super-diverse“ Gesellschaft integrieren müssen, und zweitens, dass ein Erstgeburtsrecht ein sinnloses Konzept ist. Aber irgendwie ist das Buch ganz schön lang für das bisschen Inhalt, das ich bis jetzt mitgenommen habe.
14.04.23 – 11:55
Gelesen: Zusammen leben von Bart Somers
Gedacht: Ich glaube nicht, dass es Absicht ist, aber in diesem Absatz (S. 101) lauert für meinen Geschmack etwas viel Hufeisentheorie. Ich glaube, er meint es auch etwas anders, als es bei mir ankommt…
Hm, nein, er meint es wohl doch so. Noch mehr Hufeisentheorie…
Abgesehen davon ist sein Punkt in dem Abschnitt (extremes Gruppendenken schadet) natürlich richtig.
13:33
Gelesen: Die Psychologie des Postfaktischen von Markus Appel
Gedacht: Die wahre „Verschwörungstheorie“ der Sex-Bombe, die zur Schwächung gegnerischer Kampfkraft in Ohio entwickelt werden sollte, klingt nach etwas, zu dem ich mehr lesen will…
Und ich möchte mehr dazu lesen, dass es anscheinend Menschen gibt (und anscheinend gar nicht soo wenige), die zwei sich widersprechenden Verschwörungstheorien zustimmen. Das sprengt etwas meine Vorstellungskraft…
18.04.23 – 8:31
Gelesen: Die Psychologie des Postfaktischen von Markus Appel
Gedacht: Das Kapitel „Wie Fiktion und Einzelfälle die Welt verändern“ ist wirklich spannend. Vor allem, wenn man selbst Texte und Geschichten produziert. Man hat damit eben doch mehr Einfluss und Verantwortung, als man manchmal denkt. Zu einem wissenschaftlichen Buch außerhalb meines Studienfaches lässt sich sonst nicht besonders viel kommentieren, aber es ist eine sehr gut lesbare wissenschaftliche Lektüre.
30.04.23 – 23:36
Gelesen: Zusammen leben von Bart Somers
Gedacht: Ich breche dieses Buch jetzt ab. Das mache ich nur ganz selten und während dieses Lesetagebuchs besonders ungern, aber ich komme so quälend langsam voran und habe seit der Mitte des Buches das Gefühl, dass sich alles wiederholt und keine neuen Gedanken dazu kommen. Und das Buch wirkt halt auch etwas aus der Zeit gefallen. Die Kernthemen sind immer noch relevant, aber die Umstände haben sich seit 2015 in einigen wesentlichen Punkten schon geändert. Hauptgrund ist aber das Gefühl, ein Interview oder eine Rede eines Politikers in Überlänge zu lesen, bei dem nichts Neues mehr dazu kommt. Ein journalistischer Artikel, der sich auf die Kernaussagen beschränkt, wäre sinnvoller gewesen. Ich widme meine Zeit lieber anderen Büchern.
01.05.23 – 12:25
Gelesen: Die Psychologie des Postfaktischen von Markus Appel
Gedacht: Auch der Umgang mit widersprüchlichen Informationen scheint ein sehr spannendes Forschungsfeld zu sein, wenn auch sehr psychologisch. Aber das waren bis jetzt alles sehr lehrreiche, interessante und trotzdem wissenschaftliche Texte.
Und es gibt sogar Tipps, wie man die eigene kognitive Verzerrung entschärfen kann. So mag ich wissenschaftliche Arbeiten – ich bin eindeutig in der angewandten Wissenschaft zu Hause.
04.05.23 – 15:50
Gelesen: Die Psychologie des Postfaktischen von Markus Appel
Gedacht: Die Kapitel sind auch angenehm kurz. Ein wirklich gutes Beispiel für alltagstaugliche wissenschaftliche Lektüre.
09.05.23 -11:06
Gelesen: Die Psychologie des Postfaktischen von Markus Appel
Gedacht: Sehr gut, eine Erinnerung daran, nachzudenken, bevor ich die Links anklicke, die mein Vater mir manchmal per Mail schickt…
Eine sehr schöne Zusammenfassung am Ende dieses Plädoyers gegen Unsinn und Humbug. Der Versuch, den Lesenden wissenschaftlich basierte Strategien für den Kampf gegen das Postfaktische an die Hand zu geben, ist gelungen. Meiner Meinung nach ein Beispiel dafür, dass es möglich ist, Wissenschaft korrekt und trotzdem für ein breites Publikum zu vermitteln.